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Geothermiebohrung in Poing.

Nach den Ereignissen von Dezember

Experten untersuchen die Erdbeben von Poing

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Um die möglichen Ursachen für die beiden gemessenen Erdbeben in Poing am Ende des vergangenen Jahres genauer zu betrachten, kommen am 2. Februar auf Einladung von Bayernwerk Natur und der Gemeinde mehrere Experten zu einem fachlichen Austausch zusammen. Das teilte die Bayernwerk AG mit.

Bei dem Gespräch im Rathaus in Poing sollen die Umstände der mikroseismologischen Vorkommnisse am 7. und 20. Dezember und die mögliche Rolle der lokalen Geothermienutzung gemeinsam diskutiert werden. Zu dem Gespräch kommen neben Vertretern der Gemeinde und des Energieunternehmens auch jeweils Verantwortliche und Fachexperten des bayerischen Wirtschaftsministeriums, des Bergamts der Regierung von Oberbayern, des Geophysikalischen Observatoriums der Ludwig-Maximilians Universität, des Bayerischen Landesamts für Umwelt und des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik Hannover zusammen. Die Expertenrunde wird sich treffen, um die Vorgänge fachlich zu bewerten und weitere Optionen zur Ursachenklärung zu erörtern.

„Wir nehmen die öffentliche Verunsicherung und die Sorgen der Anwohner vor Ort sehr ernst. Als Betreiber der örtlichen Geothermieanlage unterstützen wir alle Anstrengungen, die Ursache der beiden Beben in Poing genau zu untersuchen“, erklärte Werner Dehmel, Geschäftsführer Bayernwerk Natur, im Vorfeld des Treffens. „Wir haben dazu ausnahmslos alle Institutionen und Fachstellen eingeladen“, so Dehmel.

Der Bayerische Erdbebendienst hatte die Mikrobeben zunächst in einer Tiefe von 6000 Metern geortet. Da das Bohrloch der Geothermieanlage jedoch nur eine Tiefe von 3000 Metern erreicht, hatte das Unternehmen Bayernwerk Natur zunächst einen Zusammenhang ausgeschlossen. Nach dem zweiten Beben hat der Erdbebendienst seine Einschätzung korrigiert und eine Erdbebentiefe von 3000 Metern angegeben. „Das verändert zwar die Betrachtung. Ein Zusammenhang zwischen der Geothermie-Anlage und den Mikrobeben kann aus heutiger Sicht trotzdem nicht hergestellt, jedoch auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Aufschluss kann nur ein fachliches Gutachten geben“, so Dehmel. Auch darüber werde in der Expertenrunde am Donnerstag in Poing gesprochen werden.

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