Falschparker aufgepasst: In Poing gibt‘s ab 2023 Strafzettel

Im nächsten Jahr werden in Poing parkende Autos kontrolliert. Der Gemeinderat beschloss die Einführung der Verkehrsüberwachung. Zusätzlich zu Geschwindigkeitskontrollen.
Poing – Neben den seit 2018 bestehenden Geschwindigkeitskontrollen wird in Poing eine weitere Kommunale Verkehrsüberwachung eingeführt: die des ruhenden Verkehrs. Parkende Fahrzeuge werden kontrolliert, Falschparker erhalten Strafzettel. Mit 15:4 Stimmen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vor Pfingsten beschlossen, diese Maßnahme vorerst für ein Jahr durchführen zu lassen. Hierzu wird die Gemeinde Poing mit der Marktgemeinde Markt Schwaben, wo die Kommunale Verkehrsüberwachung ihren Sitz hat, eine sogenannte Zweckvereinbarung treffen. Nachdem der dortige Marktgemeinderat dieser zugestimmt hat, kann die zusätzliche Überwachung ein- und durchgeführt werden. Poings Bürgermeister Thomas Stark geht davon aus, dass im ersten Quartal 2023 der Start sein wird.
Poing: Start Anfang 2023
Im Februar 2021 hatte sich der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderates Poing noch gegen diese Parkraumüberwachung ausgesprochen. Im Mai 2022 kam das Thema erneut auf die Tagesordnung, dieses Mal gab es 7:4 Stimmen dafür. Nicht zuletzt deshalb, weil der Ausschuss seit Februar 2021, ebenso wie der Gemeinderat, einige neue Mitglieder als Nachrücker für ausgeschiedene Gemeinderatsmitglieder bekommen hat.
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Grundsätzlich ist man sich in Ausschuss und Gemeinderat einig, dass Poing keine großen Parkprobleme habe. Allerdings gebe es die ein oder andere Problemzone, wie an der Bergfeldstraße am Badesee. Im Sommer herrscht dort manchmal tatsächlich ein kleineres Parkchaos. Oder in kleineren Straßen in Poing-Süd.
Poing: Probebetrieb zunächst für ein Jahr
Nun hat der Gemeinderat einen Probebetrieb für die Dauer von einem Jahr beschlossen, danach soll Bilanz gezogen werden. Pro Woche sind etwa fünf Stunden an Einsatz der Kommunalen Verkehrsüberwachung vorgesehen. Für ein Jahr betragen die Kosten hierfür etwa 8000 Euro, berichtete die Verwaltung in der Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Thomas Stark (parteifrei) wies darauf hin, dass die Einnahmen aus der Überwachung nicht kostendeckend sein würden. Außerdem kündigte er an, dass die Gemeinde Poing unabhängig von der Einführung weiterhin in Zusammenarbeit mit der Polizei konzertierte Aktionen zur Parkraumkontrolle durchführen werde.
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