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Die Versorgung von Flüchtlingen in Massenunterkünften (wie hier in der ehemaligen Bayernkaserne in München) stellt die Catering-Unternehmen vor eine logistische Herausforderung. Insbesondere, wenn – wie in der Traglufthalle in Grub – ein großer Teil der Asylbewerber mittlerweile anerkannt ist und keine Anwesenheitspflicht hat.

Traglufthalle Grub   

„Fehlbeleger“ sorgen für Herausforderung

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Grub - Von den 188 Asylbewerbern in der Traglufthalle in Grub haben 82 den Status „anerkannt“. Eine Anwesenheitspflicht besteht für sie nicht – was eine Herausforderung bei der Essensausgabe ist.

Zwei Monate nach dem Brand in der Traglufthalle in Pliening ist diese immer noch nicht bewohnbar. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilt Norbert Neugebauer, Büroleiter von Landrat Robert Niedergesäß, mit: „Es finden noch Instandsetzungsarbeiten statt.“ Im Landratsamt gehe man davon aus, dass der Umzug von Grub nach Pliening „im Laufe des Januars sein wird“. Nachdem die Halle aufgrund des Brandes zusammengefallen war, wurden die Flüchtlinge kurzfristig in die Massenunterkunft nach Grub gebracht. Die Rückkehr war ursprünglich noch vor Weihnachten vorgesehen, doch die Reparaturarbeiten dauerten länger, als geplant.

Von den aktuell 188 Schutzsuchenden, die in der Traglufthalle in Grub leben, sind laut Neugebauer 82 anerkannte Asylbewerber. Und damit sogenannte „Fehlbeleger“, da sie eigentlich nicht mehr in einer Massennotunterkunft leben müssen, sondern – falls vorhanden – in eigenen Wohneinheiten. Diese, vor allem bezahlbare Wohnungen, gibt es allerdings im Landkreis Ebersberg so gut wie nicht – wie generell in München und der Region.

Da die anerkannten Asylbewerber keine Residenzpflicht in der Halle haben, ist die Verpflegung eine tägliche logistische Herausforderung. „Grundsätzlich müssen wir für alle Bewohner das Essen vorrätig haben, weil es in der Traglufthalle keine Möglichkeit für eine eigenständige Essenszubereitung gibt“, erläutert Norbert Neugebauer vom Landratsamt. Die Kreisbehörde teile dem Catering-Unternehmen regelmäßig die Anzahl der Bewohner mit, um die Anzahl der benötigten Essen „so genau wie möglich zu planen“. Weil aber nicht immer alle da sind, bleibe auch Essen übrig. „Unangetastete Lebensmittel werden am nächsten Tag wiederverwendet“, so Neugebauer. Die Ausgabe für Frühstück und Mittagessen erfolgt in Büfettform, abends gibt es einzelne Portionen.

Über die Kosten für das Essen will das Landratsamt in Absprache mit dem Caterer keine Angaben machen, da dies Gegenstand des beiderseitigen Vertrages sei. Nur so viel: „Gezahlt wird nach der tagesaktuell ermittelten Belegungsstärke. Die Bezahlung erfolgt pauschal pro Bewohner und Tag.“

Auch darüber, ob und wie viel Essen am Ende eines Tages weggeworfen werden muss, gibt es keine Auskunft.

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