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Ein großer Tag für die Mitglieder des Frauenbundes Poing: Am gestrigen Sonntag wurde die neue Fahne (hinten, Mitte) geweiht. 

Frauenbund hat neue Fahne

Handlich, leicht und der Mutter Gottes geweiht

Die alte Fahne war zu groß, zu schwer und konnte von den Frauen nicht getragen werden: Der Frauenbund Poing hat jetzt eine neue, kleinere und handliche Fahne.

Poing – Der katholische Frauenbund Poing hat seit Sonntag eine neue Fahne: viel kleiner, handlicher und vor allem viel leichter zu tragen als die Vorgängerin. Pfarrer Christoph Klingan hat sie den Frauen gespendet, die zu festlichen Anlässen ab sofort ihre Fahne wieder selbst tragen können. Die bisherige war zu schwer gewesen.

Rückblick: Vor rund 30 Jahren fand Poings damaliger katholischer Pfarrer Alfons Langwieder auf dem Dachboden der Kirche St. Michael eine über 100 Jahre alte Fahne mit aufgesticktem Bild der Heiligen Anna. „Das Relikt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg war so zerschlissen, dass es leider nicht mehr restauriert werden konnte“, erzählt Irene Fischer, Teamsprecherin des Frauenbund-Vorstandes. Also sei damals entschieden worden, für den Frauenbund exakt die gleiche Fahne neu anfertigen zu lassen. Diese wurde 1990 geweiht.

„Diese Fahne ist wunderschön“, sagt Irene Fischer heute, „trotzdem hat sie einen Makel: Sie ist überaus schwer. Wir zarten Frauen konnten sie bei Festumzügen und anderen Anlässen nicht tragen.“ Immer habe der Kirchendiener aushelfen müssen, auch der Poinger Hans Bayerl trug die Fahne oft.

„Fahnenvater“: Pfarrer Christoph Klingan weiht die von ihm gespendete Fahne.

Ein Problem, das Pfarrer Christoph Klingan nicht verborgen blieb. „In Absprache mit der Kirchenverwaltung und dem damals noch zuständigen Kirchenpfleger Rainer Lauterbach hat uns Pfarrer Klingan eine neue Fahne zum 40-jährigen Jubiläum des Frauenbundes Poing geschenkt“, freut sich Irene Fischer. Kleiner, leichter, handlicher. Weil es keine Fahnenmutter gibt, hat die aktuell gewählte Frauenbund-Führungsriege kurzerhand ihren Präses, Pfarrer Klingan, zum „Fahnenvater“ erklärt.

Am gestrigen Sonntag fand in der Kirche St. Michael in Poing-Süd der Festgottesdienst mit Fahnenweihe statt. In seiner Predigt griff Klingan den Sinnspruch „Es ist noch Luft nach oben“ auf. „Selig sind die, die Wachstumspotenzial nach oben sehen“, sagte er. Das gelte für den Glauben und die Liebe ebenso wie für das Miteinander im Alltag oder für die Mitgliederzahlen beim Frauenbund.

Besonders gelungen ist der Zusammenhang zwischen beiden Fahnen: Während die bisherige die Heilige Anna ziert, ist auf der neuen deren Tochter zu sehen: Maria, die Mutter Gottes. „Königin der Liebe“ steht unter dem Bild.

Nach dem Gottesdienst formierte sich ein Festzug zum Pfarrheim. Angeführt von der Musikkapelle waren Mitglieder und Kirchenbesucher unterwegs, ebenso Abordnungen der Frauenbund-Gastvereine aus Forstinning, Anzing-Purfing und Forstern-Tading mit ihren Fahnen. Nach der Begrüßungsrede von Irene Fischer und den Grußworten des neuen Kirchenpflegers Werner Lawes gab es reichlich Zeit, sich auszutauschen. „Die alte Fahne kommt nicht auf den Speicher“, antwortete Fischer auf Nachfrage. Sie soll bei Beerdigungen zum Einsatz kommen.  dul

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