Nord -und Südkorea wollen komplett nuklear abrüsten und Frieden schließen

Nord -und Südkorea wollen komplett nuklear abrüsten und Frieden schließen
+
Das Dreigestirn: Krampus (Dominik Junga), Nikolaus (Armin Rösl) und Engerl/Christkind (Fabienne Junga). 

Nikolausdienst

Für eine Chance in der Heimat

  • schließen

30 Termine mit insgesamt rund 300 Kindern: Der Nikolaus der Poinger Privatinitiative „Weltstadtvorstadt mit Herz“ war auch heuer wieder fleißig. Und hat Spenden gesammelt für vier Patenkinder in Ghana.

Dankesbotschaft von Kindern der Stiftung Regentropfen in Ghana, mit der die Poinger Privatinitiative zusammenarbeit.

Poing – Im Halb-Stunden-Takt war der Nikolaus am 5. und 6. Dezember in Poing und Umgebung unterwegs, fast überall hatte er seinen Gefährten, den Knecht Ruprecht, dabei, drei Mal wurde er sogar noch vom „1. Poinger Christkind“ begleitet. Organisiert hatte die Aktion, wie jedes Jahr, die Privatinitiative „Weltstadtvorstadt mit Herz“ (WSVSmH) des Poingers Armin Rösl, der in die Rolle des Nikolauses geschlüpft ist. Für die Besuche hat das Trio (Dominik Junga als Krampus und dessen Schwester Fabienne als Christkindl/Engerl) um Spenden gebeten – 1550 Euro sind zusammengekommen. Der Betrag wird nächste Woche noch aufgestockt von der Kinderland-Kita „Kleine Hände, große Taten“, die beim Eltern-Adventskaffee sammeln wird.

WSVSmH-Patenkind Baba.

Das Geld wird 1:1 an die vier Patenkinder der Initiative „Weltstadtvorstadt mit Herz“ überwiesen, damit sie auch 2018 sorgenfrei in die Schule bzw. Universität gehen können. Hier arbeitet WSVSmH mit der „Stiftung Regentropfen – Bildung zum Leben“ von Pater Moses aus Ghana zusammen. Bereits seit vier Jahren unterstützt die Initiative dank Spenden die vier mittlerweile Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen, damit sie in ihrer Heimat eine anständige Ausbildung erhalten bzw. diese auch abschließen können. Außerdem wird ein Teil des Geldes verwendet für ein tägliches warmes Mittagessen sowie für regelmäßige ärztliche Kontrollen.

Insgesamt waren es 30 Termine, die der WSVSmH-Nikolausdienst absolviert hat, die meisten davon bei Familien. Außerdem war der Nikolo unter anderem noch beim Poinger Frauenbund, im Waldkindergarten, in der Kinderland-Kindertagesstätte „Kleine Hände, große Taten“ an der Sudetenstraße sowie im AWO-Kinderhaus in Pliening. Zählt man alle Kinder zusammen (bei vielen Terminen waren gleich mehrere Familien zusammengekommen, in der Teichhuhnstraße im Seewinkel waren sogar alle Anwohner zum Straßenfest da), kommen am Ende über 120 Mädchen und Buben zusammen, denen der Nikolaus die Leviten gelesen hat. Plus etwa 200 Kinder in den Kindergärten/-krippen und die etwa 70 Besucher der Weihnachtsfeier des Frauenbundes Poing.

WSVSmH-Patenkind Mary.

Mary Awinongya (22 Jahre), Matthew Azure und Baba Ayelgo (beide 14) sowie John Nkolo (20) sind die vier Patenkinder/-jugendlichen aus dem Bezirk Namoo im armen Norden Ghanas, die über die Stiftung Regentropfen von WSVSmH unterstützt werden. Dank der Spenden können die drei Jungs auch 2018 sorgenfrei weiter ihre jeweilige Schule besuchen auf dem Weg zu ihren Berufswünschen: Matthew und Baba möchten Lehrer werden, John Architekt. Er geht auf eine technische Berufsschule. Mary studiert bereits im dritten Jahr Betriebswirtschaft, der Bachelor-Abschluss ist im Sommer 2019 vorgesehen. Der größte Teil der Spenden dient zur Finanzierung von Schul-/Unigebühren sowie für Lernmaterial.

Ohne diese Unterstützung wäre die Zukunft der Vier ungewiss. Matthew, Baba und John haben jeweils mehrere Geschwister, ihre Väter sind vor vielen Jahren gestorben. Die Mütter können alleine nicht für alle sorgen, weshalb die Stiftung Regentropfen sie in ihr Patenkinder-Programm aufgenommen hat. Ebenso Mary, die ohne Spenden nicht studieren könnte. Und, ebenso wie alle anderen, kein einigermaßen normales Leben führen könnte. Deshalb werden die Spendengelder, sofern sie ausreichen, auch für den Kauf von Kleidung und Alltagsdingen verwendet.

WSVSmH-Patenkind Matthew.

Um den Menschen in seiner Heimat eine Zukunft zu geben, hat Pater Moses von den Steyler Missionaren (Sitz: St. Augustin bei Bonn) im Jahr 2009 die Stiftung gegründet. Er selbst kennt alle Familien persönlich und sorgt dafür, dass alle Spenden dort ankommen und für die Schul-/Ausbildung verwendet werden. Die Anzahl der Schützlinge ist von fünf im Jahr 2009 auf 230 Kinder und Jugendliche (Stand: Mai 2017) angewachsen. Darüber hinaus hat Moses mithilfe von Einheimischen im Bezirk Namoo ein Lernzentrum mit Bibliothek bauen lassen sowie eine kleine Universität und ein Heim für Kinder. „Durch die Bauprojekte werden viele Arbeitsplätze geschaffen, wodurch Familienväter nun nicht mehr in den Süden des Landes, in die Hauptstadt Accra, abwandern müssen, um zu arbeiten. Sie können bei ihren Familien bleiben“, berichtet Moses.

WSVSmH-Patenkind John.

Dank der Patenschaften „haben die Schützlinge und ihre Familien nicht mehr die Sorge, ob und wann ihre Schulgebühren bezahlt werden, sondern können mit freiem Kopf ihre Schulaufgaben erledigen. Schützlinge, die Paten haben, wissen, dass es konkrete Menschen gibt, die sich um sie kümmern. Dies gibt ihnen Mut für die Gestaltung der eigenen Zukunft.“ Für Bildung zum Leben in der eigenen Heimat.

In diesem Jahr hat die Stiftung Regentropfen und deren Gründer Pater Moses, der selbst aus dem Bezirk Namoo stammt, zwei Auszeichnungen in Ghana erhalten: als „Beste Soziale Einrichtung 2017“ und als „Held der Veränderung im Bildungssektor in Ghana“. Hierzu schreibt Moses in einem Dankesbrief: „Diese Auszeichnungen sind ein Beweis dafür, dass die Gelder, die in Deutschland gesammelt werden, gut, sinnvoll und nachhaltig investiert sind und werden.“

Spenden

Wer ebenfalls für die vier Patenkinder von „Weltstadtvorstadt mit Herz“ spenden möchte, kann dies im Zuge der Nikolaus-Aktion noch bis Heiligabend tun. Konto: Stiftung Regentropfen, Steyler Bank, IBAN: DE163862150005001213 2, BIC: GENODED1STB. Verwendungszweck: WSVSmH-Patenkinder. Auf Wunsch kann eine Spendenquittung ausgestellt werden; bitte hierfür bei der Überweisung die Adresse angeben. Infos im Internet unter www.stiftung-regentropfen.com.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Girls’ Day“ bei den Kühen
Zum ersten Mal in ihrer 100-jährigen Geschichte hat die Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub am „Girls’ Day“ teilgenommen. 20 Schülerinnen besichtigten die …
„Girls’ Day“ bei den Kühen
„Besser geht’s nicht“
Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ hat in einer Studie herausgefunden, dass die Gemeinde Poing einer der Top-Standorte für Immobilien in Deutschland ist. In einer …
„Besser geht’s nicht“
Mann bricht auf Straße zusammen - Maxima (12) vollbringt echte Heldentat
Bayern hat eine neue Lebensretterin. Sie heißt Maxima, ist zwölf Jahre alt und wohnt in Egmating. Was sie geleistet hat, lässt so manchen Erwachsenen richtig schlecht …
Mann bricht auf Straße zusammen - Maxima (12) vollbringt echte Heldentat
Kirchseeon erhöht Essensgeld an Schule: Eltern laufen dagegen an
Ohne, dass Eltern mit einbezogen wurden, hat Kirchseeon den Preis fürs Mittagessen an der Grund- und Mittelschule erhöht. Die sind sauer. Auch, weil das Essen …
Kirchseeon erhöht Essensgeld an Schule: Eltern laufen dagegen an

Kommentare