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Der Bolzplatz müsste nach Ansicht von Robert Rieger, Vorsitzender des TSV Poing, in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Außerdem hofft er auf einen Verkaufskiosk. Über diese Vorschläge berät heute, Donnerstag, der Gemeinderat.

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Fußballer hoffen auf Kunstrasen und Hütte

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Das Wachstum Poings wirkt sich auch auf die Fußballabteilung des TSV aus. Viele junge Familien, die in die Gemeinde ziehen, melden ihre Kinder zum Fußballspielen an. Der Verein sieht sich an seine Grenzen angekommen und hofft auf Neuerungen im Sportzentrum.

Poing – 32 Mannschaften mit insgesamt rund 500 Spielern zählt die Fußballabteilung derzeit. Vier Teams im Erwachsenenbereich (inklusive einer Frauenmannschaft), der Rest Kinder und Jugendliche (inklusive vier Mädchenteams). „Um allen Fußballbegeisterten die Ausübung ihrer Sportart zu ermöglichen, sind vom TSV Poing seit Jahren große Anstrengungen erforderlich“, schreibt der Vereinsvorsitzende Robert Rieger in einem aktuellen Brief an Bürgermeister Albert Hingerl und den Gemeinderat.

Für die öffentliche Sitzung am heutigen Donnerstag (Beginn: 18.30 Uhr im Rathaus) liegt ein Antrag der CSU-Fraktion vor, der Rieger angehört, mit der Forderung nach „Erhöhung der Trainingskapazitäten und Verbesserung der Situation im Sportzentrum für Vereine und Schulen“.

In seinem Brief macht der TSV-Vorsitzende zwei Vorschläge, wie die Situation kurzfristig verbessert werden könnte. Erstens: Der Bolzplatz, der sich zwischen den Rasenplätzen 1 und 2 befindet, soll einen Kunstrasenbelag und Flutlicht erhalten. „Die Fußballabteilung könnte den Platz zum Training und für Punktspiele im Kleinfeldbereich nutzen“, so Rieger. „Außerhalb dieser Zeiten könnte der Platz von allen sportinteressierten Poinger Bürgern genutzt werden.“

Gerade an Heimspielwochenenden, wenn zahlreiche Kindermannschaften auf Kleinfeld spielen, ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Durch den weiteren Zuzug von Familien nach Poing geht Robert Rieger davon aus, dass sich die Zahl der Mannschaften in den nächsten Jahren erhöhen wird. Weil: Abweisen wolle der Verein kein Kind und auch keinen Erwachsenen, der Mitglied in der Fußballabteilung werden will.

Warum die Umwandlung des Bolzplatzes in einen Kunstrasenplatz sinnvoll wäre, erläutert der TSV-Vorsitzende wie folgt: „Durch die intensive Nutzung fällt jedes Jahr ein Rasenplatz wegen Sanierung während der Punktspielsaison im Frühjahr und Sommer komplett aus. Dadurch wird der zweite verbleibende Rasenplatz intensiver genutzt und muss im nächsten Jahr teuer saniert werden. Der Bolzplatz ist für den Trainings- und Spielbetrieb in der bestehenden Form nicht geeignet.“ Zwar gibt es schon einen Kunstrasenplatz, dennoch „ist es fast unmöglich, allen Jugendmannschaften Trainingsplätze und -zeiten im Zeitfenster bis 19 Uhr zur Verfügung zu stellen“, erklärt Rieger. Seiner Meinung nach sind die Kapazitäten des Sportzentrums erschöpft.

Der zweite Vorschlag zur Verbesserung der Situation am Sportzentrum: Ein Verkaufskiosk mit Wasser-, Strom- und Abwasseranschluss zwischen Stadion und Rasenplatz 1. Bislang richten Ehrenamtliche an Spiel- und Turniertagen Essen und Getränke in einem Materialraum unterhalb des Umkleide-Pavillons her und verkaufen im Freien. Für Robert Rieger sind dies „unwürdige Bedingungen“, da es weder ein Becken mit fließendem Wasser noch saubere Arbeitsflächen gebe. Eine Hütte mit eigenem Materialraum „würde die hygienischen Verhältnisse verbessern und die Versorgung der Zuschauer erleichtern“. Zumal das Wirtshaus „Zur Poinger Einkehr“ zu weit von den Sportplätzen entfernt sei.

Mit einem Kiosk, den laut Rieger alle Nutzer des Sportzentrums bei Veranstaltungen gebrauchen könnten, würden die Benutzungsordnung für das Sportzentrum sowie die Vereinbarung mit dem Pächter der Gaststätte bezüglich des Verkaufs beibehalten werden können.

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