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Politiker unter Schülern: Die Landtagsabgeordneten Doris Rauscher (2.v.re.), Thomas Huber (4.v.re.) und Poings Bürgermeister Albert Hingerl (7.v.re.) in der Dominik-Brunner-Realschule Poing, mit deren Direktor Matthias Wabner (links neben Hingerl). 

Wanderausstellung

Geballte Politik in der Aula

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Die Wanderausstellung „Der Bayerische Landtag“ macht Station in der Dominik-Brunner-Realschule Poing. Eine Woche bleibt sie da und informiert über Landespolitik. Gedacht und geeignet für Sozialkunde-Exkursionen. Bei der Eröffnung am Dienstag zeigte sich die geballte Politik.

Poing – Wenn eine Person in stets gleicher Tonlage vor mehreren hundert Schülern spricht, von denen viele nach den ersten Sekunden gelangweilt in die Luft starren, manche lieber ihren Nachbarn ärgern, gähnen, und wenn bei Fragen wie „Wer ist der Urheber der bayerischen Verfassung?“ großes Schweigen herrscht – dann ist das die Eröffnung der Ausstellung „Der Bayerische Landtag auf Tour“. Die macht seit dem gestrigen Dienstag in der Aula der Dominik-Brunner-Realschule Poing Station, hierher gebracht hat sie die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher, die auch die Eröffnungsrede hielt. Ihr folgten mit Begrüßungsworten noch der CSU-Abgeordnete Thomas Huber, Landrat Robert Niedergesäß (CSU) und Poings Bürgermeister Albert Hingerl (SPD). Geballte Politik an diesem Dienstagvormittag.

Dass diese nicht immer trocken und langweilig ist, soll die Ausstellung zeigen, die eine Woche lang in der Realschule zu sehen ist. Auf Informationstafeln, die mit digitalen, bewegten Bildern und Grafiken bestückt sind, wird die bayerische Politik erläutert, die Einteilung der Stimmbezirke, und jeder Landtagsabgeordnete ist im Porträt zu sehen. Apropos: „Wie viele Abgeordnete sitzen im Landtag?“, wollte Doris Rauscher von den Schülern wissen. 180, genau, ein paar Schüler haben’s gewusst. Ebenso die Anzahl der Regierungsbezirke (sieben), aber als die SPD-Politikerin nach dem Urheber der Verfassung fragte: Schweigen im Walde. Wilhelm Hoegner war’s, löste sie nach einigen Sekunden auf. Der einzige Ministerpräsident nach dem Zweiten Weltkrieg, der nicht der CSU angehörte – sondern der SPD.

Partei hin, Partei her: Die Ausstellung soll nach Worten Rauschers allen Schülern die Möglichkeit bieten, nicht nur Interessantes über die Arbeit des Landtages zu erfahren, sondern auch über die Demokratie an sich. Dabei können sich die Jugendlichen fühlen wie im Landtag, weil: „Das Holz des Ausstellungsmobiliars ist das gleiche wie im Plenarsaal, die Sitzkissen sind die gleichen wie bei uns“, erzählte Rauscher. Jubelstürme löste sie damit freilich nicht aus, dennoch: Details wie diese sollen die scheinbar große und weit entfernte Landespolitik greif- und erlebbar machen. Ob dies gelingt, können Schüler aller Mittel- und Realschulen sowie der Gymnasien im Landkreis Ebersberg bis zum 12. Januar in der Aula der Poinger Realschule selbst herausfinden – bei einer Sozialkunde-Exkursion zur Ausstellung „Der Bayerische Landtag“. Die hält für die Besucher ein kleines Quiz bereit, verriet Rauscher noch bei der Eröffnung. Auf einem Zettel könne man Fragen beantworten. Eine bei manchen Schülern vielleicht kurz aufgekeimte Hoffnung nach tollen Preisen erstickte die SPD-Abgeordnete aber gleich im Keim: „Zu gewinnen gibt es leider nichts.“

Anmeldung

Die Ausstellung ist bis 12. Januar geöffnet. Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr. Wer sie besuchen möchte, meldet sich im Sekretariat der Dominik-Brunner-Realschule an, unter (08121) 2547890.

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