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„Großartige Wohnanlage“: Das sagte Ulrich Krapf (li.), Vorsitzender Wohnungsgenossenschaft Ebersberg, in Poing beim Richtfest von Abschnitt drei.

Richtfest in Poing

Größter Sozialwohnungsbau im Landkreis Ebersberg

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Zwei Abschnitte sind bereits fertig und bezogen, jetzt ist das Richtfest für den dritten und letzten Abschnitt des sozialen Wohnungsbaus an der Bergfeldstraße in Poing-Nord gefeiert worden.

Poing – Alle drei Abschnitte zusammen ergeben „die größte zusammenhängende, staatlich geförderte Wohnanlage im Landkreis Ebersberg, mit 71 Wohnungen und 4688 Quadratmetern Netto-Wohnfläche“, verkündete Ulrich Krapf, Vorsitzender der Wohnungsgenossenschaft (GWG) Ebersberg, beim Festakt am Donnerstagnachmittag.

Im dritten Abschnitt, der im Oktober 2018 fertiggestellt sein soll, entstehen „24 bezahlbare Wohnungen“ (Krapf), deren Nettomiete, je nach Größe, zwischen sechs und acht Euro pro Quadratmeter beträgt.

Für jetzt noch im Rohbau befindlichen Gebäude an der Bergfeldstraße betragen die Baukosten knapp 5,4 Millionen Euro. Davon erhielt die GWG laut Krapf Zuschüsse in Höhe von 2,8 Millionen Euro vom Freistaat Bayern sowie jeweils 126 500 Euro von der Gemeinde Poing und dem Landkreis Ebersberg. „Im Namen der Wohnungsgenossenschaft und aller jetzigen und künftigen Mieter bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Förderern, dass sie mit ihren Fördergeldern den Bau dieser großartigen Wohnanlage ermöglicht haben“, sagte Krapf beim Richtfest. Im Vergleich zu herkömmlichen Neubauten lägen die Mieten im sozialen Wohnungsbau der GWG bei rund 30 bis 50 Prozent unter den Preisen am freien Markt.

Ulrich Krapf nahm das Richtfest zum Anlass, einen Überblick über das Gesamtprojekt an der Bergfeldstraße zu geben. Der erste Bauabschnitt wurde im Jahr 2015 eingeweiht, der zweite (inklusive einer Wohngruppe behinderter Menschen des Einrichtungsverbundes Steinhöring) im Sommer dieses Jahres. Die Investitionskosten betragen insgesamt knapp über 16 Millionen Euro, berichtete Krapf und merkte an: „Früher hatten Sozialwohnungen oft den Ruf, dass man sie bereits an ihrer einfachen Architektur und Bauweise erkannte. Hier an der Bergfeldstraße in Poing ist es aber anders: Am Eingang zu diesem Wohnquartier konnten wir zusammen mit dem Architektenehepaar Wäsler aus Glonn nach einer Bebauungsplanänderung eine hochwertige und für die künftigen Bewohner mit guter Wohnqualität ausgestattete Architektur umsetzen.“ Abschnitt drei wird in einem Jahr bewohnt sein.

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