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Das Logistikzentrum mit rund 500 Beschäftigten wurde am Montagnachmittag evakuiert und die Mitarbeiter vorsorglich ärztlich untersucht.

Großalarm bei "Best Secret"

60 Mitarbeiter verletzt

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Poing - Bis in die frühen Abendstunden hat am Montag die Untersuchung aller Mitarbeiter von "Best Secret" (Schustermann & Borenstein) im Zentrallager in Grub bei Poing gedauert. Laut Polizei sind durch den Betriebsunfall etwa 60 Personen verletzt worden, einige wurden ins Krankenhaus gebracht.

Die vermutliche Ursache: Ein Mittel gegen Laubholzbockkäfer in zwei Containern aus Asien. Das Logistikzentrum wird am heutigen Dienstag um 12 Uhr wieder in Betrieb genommen.

Der erste Großalarm erfolgte am Montagvormittag, der zweite am Nachmittag. Beide Male klagten mehrere Mitarbeiter im neuen Logistikzentrum von "Best Secret" (Schustermann & Borenstein) über Augen- und Atemwegsreizungen. Ausgelöst durch einen undefinierbaren Geruch aus zwei Containern, die aus China stammten. Inhalt: Schuhe. 

Auch Möbelhändler kennen das Problem

Geschäftsführer Daniel Schustermann sagte am frühen Montagabend unserer Zeitung, dass in Containern aus Asien generell vor dem Transport-Start Schutzmittel gesprüht oder angebracht werden, um die Einfuhr des asiatischen Laubholzbockkäfers zu verhindern. Dies bestätigten gestern Mitarbeiter eines großen Möbelhauses im benachbarten Parsdorf, die auf dem Heimweg von der Arbeit am "Best Secret"-Gebäude vorbeikamen und sich über den Auflauf wunderten. Auch bei dem Möbelhändler habe es schon Probleme mit Gerüchen aus Containern gegeben, die aus Asien stammten, berichtete ein Mitarbeiter im Gespräch mit unserer Zeitung.

Warum es nun aktuell mit diesen beiden Lieferungen Schwierigkeiten gegeben hat, kann sich der Chef des Modevertriebunternehmens nicht erklären. "Wir arbeiten mit diesem Lieferanten seit vielen Jahren zusammen. Bislang hat es nie Probleme gegeben." Die Ladungen werden nun an die Spedition zurückgeschickt, die Ware komme nicht in den Handel, betont Daniel Schustermann. 

500 Mitarbeiter ärztlich untersucht

Um jegliche Gesundheitsgefahr auszuschließen, wurden die rund 500 Mitarbeiter am Montagnachmittag bis in die Abendstunden vor Ort ärztlich untersucht. Der Betrieb wurde geschlossen, am heutigen Dienstag soll es ab 12 Uhr wieder normal weitergehen. Weder in den Hallen noch in den Containern sind auffällige Werte in der Luft gemessen worden, teilten am Montagabend Polizei und Feuerwehr mit. Weil der Geruch und die gesundheitlichen Probleme lediglich im Umfeld der beiden Container aufgetreten seien, könne es nur an dem Mittel gegen Laubholzbockkäfer gelegen haben, so Schustermann. Details müsse er noch mit der Spedition klären.

Am Dienstagvormittag waren Berufsgenossenschaft und Gewerbeaufsichtsamt im Logistikzentrum für nochmalige Untersuchungen und Messungen. Bereits am Montagabend habe er von den zuständigen Stellen grünes Licht erhalten, dass das Zentrallager ab Dienstagmittag wieder geöffnet werden kann, so Schustermann. 

Schustermann & Borenstein hat das neue Logistikzentrum Ende 2015 in Grub eröffnet. Daneben wird noch ein Verwaltungsgebäude errichtet, womit die neue Firmenzentrale (bisher an der Ingolstädter Straße in München) dann komplett fertig sein wird. Einen Lagerverkauf für die Öffentlichkeit gibt es in Grub nicht. 

Bilder vom Großeinsatz bei "Best Secret"

Armin Rösl

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