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Seit dem Tag der offenen Tür am 1. Juni ist die Traglufthalle in Grub unbenutzt. Damit sie überhaupt stehen bleibt, sind monatlich rund 3000 Euro Stromkosten fällig. Ob noch Asylbewerber einziehen werden, steht nicht fest.

Asyl-Notunterkunft

Leere Traglufthalle kostet monatlich 3000 Euro

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Die im Poinger Ortsteil Grub errichtete Traglufthalle steht seit ihrer Fertigstellung leer. Monatlich kostet sie rund 3000 Euro Strom.

Während die Traglufthalle in Pliening mit gut 250 Personen voll belegt ist, steht die Notunterkunft in Grub mit Platz für bis zu 300 Personen seit deren Fertigstellung im Juni leer. Daran wird sich laut Landratsamt vorerst nichts ändern. Derzeit prüfe das Sozialministerium auf Vorschlag der Regierung von Oberbayern, ob die Traglufthalle bis zum Ende des Mietvertrages im Mai 2017 als Notunterkunft eingesetzt werden kann. Für den Fall, dass der Notfallplan des Landkreises noch einmal aktiviert werden müsste. In der Vergangenheit war hierfür die Dreifachturnhalle des Humboldt-Gymnasiums in Vaterstetten zweckentfremdet worden.

Im Landratsamt wartet man nun auf die Entscheidung der Regierung, teilt Sprecherin Evelyn Schwaiger mit. Wenn klar ist, wie es weitergeht, würden mit dem Hallenvermieter entsprechende Maßnahmen besprochen. Momentan zahlt der Freistaat Bayern als Miete eine monatliche Abschlagszahlung. Hinzu kommen laut Schwaiger rund 3000 Euro pro Monat an Stromkosten – für die Belüftung, damit die Halle nicht in sich zusammenfällt.

Bevor die Massenunterkunft aufgestellt wurde, musste das Grundstück auf dem Gelände der staatlichen Landesanstalt für Landwirtschaft vorbereitet und erschlossen werden. Diese Maßnahmen haben Schwaiger zufolge etwa 160.000 Euro gekostet, die ebenfalls der Freistaat Bayern gezahlt habe. Geld, das bislang umsonst ausgegeben worden ist.

Der Großteil der Menschen lebt im ehemaligen Arbeiterwohnheim

In Poing hat sich die Lage im Sommer entschärft. Aufgrund der Flüchtlingssituation Anfang des Jahres war die Rede davon, dass mit Fertigstellung der Traglufthalle in der Gemeinde insgesamt rund 500 Asylbewerber untergebracht sein werden. Nun, nachdem die Turnhallen der Dominik-Brunner-Realschule und der Seerosenschule geräumt sind, sind es aktuell 159. Der Großteil lebt im ehemaligen Arbeiterwohnheim an der Gruber Straße, der Rest in Häusern und Wohnungen der Gemeinde Poing. Die meisten der Schutzsuchenden stammen aus Pakistan (47 Personen), Afghanistan (30) und Eritrea (28), teilt die Gemeinde mit. Diejenigen, die in den Schulturnhallen waren, sind entweder nach Pliening oder in den Landkreis Eichstätt umquartiert worden.

Der Bau der Traglufthalle bringt für die Poinger Bürger einen positiven Nebeneffekt: Derzeit lässt die Gemeinde entlang des Geh- und Radweges zwischen Grub und Poing LED-Lampen aufstellen. Dies hatte der Gemeinderat insbesondere im Hinblick darauf beschlossen, dass bei einer Belegung der Halle in Grub vermehrt Menschen (in diesem Fall: Asylbewerber) den Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzen würden. Deshalb sollte er künftig beleuchtet sein. Das wird er auch, egal, ob die Notunterkunft leer bleibt, oder nicht.

Armin Rösl

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