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Reinhard Tonollo von der Bürgerinitiative Gymnasium Poing hat schon mal den möglichen Standort im neuen Baugebiet W7 besichtigt.

Gymnasium für Poing

Bürgerinitiative frohlockt

Aufatmen bei der Bürgerinitiative Gymnasium Poing (BIG): Die Chance auf ein eigenes Gymnasium in Poing sind nach der letzten Gemeinderatssitzung enorm gestiegen.

Poing – Länger war es ruhig um die Bürgerinitiative, nun liegen Fakten auf dem Tisch, die ihr Bestreben nach einem Gymnasium in Poing ein Stück voranbringen. In der Gemeinderatssitzung vergangene Woche wurden die neuesten Zahlen und Prognosen der Einwohnerentwicklung der Gemeinde Poing vorgestellt.

Dieses Gutachten kam zu dem Schluss, dass bei einem zu erwartenden Zuzug von ca. 4000 neuen Mitbürgern in den neuen Wohngebieten die Zahl der Kinder und Jugendlichen rasant ansteigen wird. Die Prognosen gehen von einem Wachstum von bis zu 39 Prozent bis zum Jahr 2030 aus. Entsprechend wird die Zahl der Gymnasiasten ansteigen. „Die Schülerentwicklungsprognosen sind auf Basis des Fortbestands des G8 berechnet. Wenn man davon ausgeht, dass die wahlweise oder sogar vollständige Rückkehr zum G9 höchst wahrscheinlich ist, verschärft sich die Situation weiter“, interpretiert die Bürgerinitiative die Zahlen in einer Pressemitteilung. „Der ungedeckte Bedarf an Gymnasiumsplätzen steigt dramatisch.“ Und zwar auch an den Nachbargymnasien in Vaterstetten und Markt Schwaben. Die Sprecher der Bürgerinitiative, Reinhard Tonollo, Cornelia Gütlich und Omid Atai, glauben auch, dass im schlimmsten Fall bereits ab 2020 die Kapazitätsgrenzen der Gymnasien Vaterstetten und Markt Schwaben überschritten werden und Schüler zurückgewiesen werden müssten. Die Regierung von Oberbayern habe bereits signalisiert, dass sie diese Entwicklung nicht mittragen wird.

„Dies belegt die Notwendigkeit eines Gymnasiums in Poing, das dringend benötigt wird und keineswegs die Existenz der Gymnasien Vaterstetten und Markt Schwaben gefährden wird, sondern deren geregelten Schulbetrieb weiterhin, das heißt auch bei der Rückkehr zum G9, gewährleisten wird. Eine Entlastung der bestehenden Gymnasien durch einen Neubau in Poing ist also dringend erforderlich“, bekräftigten die BIG-Sprecher ihre Forderung. „Umso erfreulicher ist die vorausschauende Reaktion der Gemeinde Poing auf diese Entwicklung, die bereits ein geeignetes Grundstück in ihrer Entwurfsplanung des Neubaugebiets Poing W7 für den Bau des Gymnasiums ausgewiesen hat.“ Und sie hoffen, „dass die Entscheidung für den Neubau des Gymnasiums im Kreistag kurzfristig getroffen wird.“ ez

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