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Gymnasium Poing: SPD Poing fordert früheren Start mit Vorläuferklassen

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Von: Armin Rösl

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Bautafel
Im Neubaugebiete Lerchenwinkel ist ein Grundstück für den Neubau eines Gymnasiums vorgesehen. © Armin Rösl

In der nächsten Gemeinderatssitzung wird in Poing das Gymnasium im Mittelpunkt stehen. Das Gremium will eine Resolution verabschieden, die SPD will Vorläuferklassen.

Poing – In seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 11. November, wird der Gemeinderat Poing in Sachen Neubau Gymnasium eine Resolution an den Landkreis Ebersberg beschließen. Der Inhalt wird in der Sitzung bekannt gegeben, die im Schulungsraum des Feuerwehrhauses (Friedensstraße 1) stattfindet und um 18.30 Uhr beginnt. Des Weiteren hat die SPD-Fraktion einen Antrag gestellt auf die Bildung von Vorläuferklassen des künftigen Gymnasiums. Über diesen wird der Gemeinderat ebenfalls entscheiden.

Poing: Antrag der SPD-Fraktion

In dem von 2. Bürgermeister Reinhard Tonollo und Gemeinderätin Cornelia Gütlich unterzeichneten Antrag heißt es: „Die Qualität der Bildung unserer Kinder darf nicht unter der Verzögerung des Neubaus leiden. Noch größere Klassen und noch weniger individuelle Förderung können nicht das Ziel sein. Mit der Schaffung von Vorläuferklassen in Poing würden wir hier ein Angebot für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler des Poinger Gymnasiums schaffen und gleichzeitig die umliegenden Gymnasien entlasten.“ Deshalb fordert die SPD-Fraktion, dass der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, Gespräche mit dem Landratsamt (Sachaufwandsträger) zu führen, ab wann Vorläuferklassen in Poing gebildet und wie diese realisiert werden können. Außerdem sollten mögliche Lösungen für die Unterbringung erarbeitet werden.

Hoffen auf weitere Gespräche

Hier hat bereits die Interessensgruppe Gymnasium Poing JETZT den Vorschlag gemacht, Container/Module auf dem bereits vorhandenen Grundstück im Neubaugebiet Lerchenwinkel zu installieren. So, wie es zu Beginn der Dominik-Brunner-Realschule der Fall war. Außerdem hat die Interessensgruppe eine Petition gestartet.

Wie die Poinger SPD schreibt, bestehe mit dem Wegfall der Normenkontrollklage (die Gemeinde Pliening hat diese zurückgezogen) nun Baurecht für das neue Gymnasium. Allerdings steht das Projekt nach jüngstem Beschluss des Kreistags weiterhin, aus finanziellen Gründen, auf der Warteliste. Allerdings hat der Kreistag mit breiter Mehrheit einem Kompromiss zugestimmt: Für vorbereitende Maßnahmen wie Vorplanung oder eine Machbarkeitsstudie stehen im Jahr 2022 bis zu 1,35 Millionen Euro aus Haushaltsresten zur Verfügung.

Gymnasium Poing: 100 Millionen Euro Baukosten

Laut Einschätzung von Landrat Robert Niedergesäß (CSU) kostet der Neubau nach derzeitigem Stand rund 100 Millionen Euro. Dies müsse vom Landkreis, nach Abzug staatlicher Zuschüsse, finanziert werden. Eine neue Schule habe generell einen Planungsvorlauf von zwei Jahren, die Bauphase dauere dann nochmals eineinhalb bis zwei Jahre, sagte er in der jüngsten Kreistagssitzung. Sowohl die von Poinger Eltern gegründete Interessensgruppe als auch die SPD-Gemeinderatsfraktion wollen nicht so lange warten – und das Gymnasium mit Vorläuferklassen schon früher starten. „Da auch diese Maßnahme einen gewissen planerischen Vorlauf benötigt, sollten hier baldmöglichst entsprechende Gespräche geführt und Planungen aufgenommen werden, um die Vorläuferklassen bald anbieten zu können. Auch die Finanzierung ist in den Gesprächen mit dem Landratsamt zu besprechen“, schreibt die SPD in ihrem Antrag.

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