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Wohlfühlraum: Für die blauflügelige Ödlandschrecke stehen im Bergfeldpark zwei kleine Flächen zur Verfügung. Der Rest des Erholungsareals gehört den Menschen, ein Großteil des Parks ist grün und mit Wildblumen übersät. Außerdem gibt es Wasser- und Ausstellungsflächen. 

25 Jahre Bergfeldpark

Hier fühlt sich nicht nur „Horatius“ wohl

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Nicht nur die Wohnbebauung wächst in Poing immer weiter, auch der Grünzug. Vor 25 Jahren wurde er eröffnet, heute heißt er „Bergfeldpark“ und ist mittlerweile knapp dreimal so groß wie am Anfang.

Poing – Bei den Planungen für Poing-Nord stand und steht weiterhin zwar die Bebauung im Vordergrund, doch das Grün spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Gleichzeitig mit den Wohnquartieren W1 bis aktuell W6 entstand der „Grünzug“, ein Park, der sich durch die Wohnbebauung schlängelt. Bauträger werben gerne mit dem Erholungsgebiet und nennen es auch schon mal „Englischer Garten von Poing“. Das Original in München ist mit 375 Hektar gut 14-mal größer. Vor ein paar Jahren hat der Gemeinderat Poing den technischen Begriff „Grünzug“ umgewandelt in „Bergfeldpark“. Der ist heuer 25 Jahre alt.

Am 19. Juni 1993 wurde der erste Teil feierlich mit einem kleinen Volksfest eingeweiht, damals war der Grünzug gut neun Hektar groß, heute sind es laut Gemeindeverwaltung etwa 26, was in etwa 35 Fußballfeldern entspricht. Als das Areal vor 25 Jahren eingeweiht wurde, waren dort 500 Einzelbäume und 25 700 Sträucher gepflanzt sowie 37.200 Quadratmeter Rasen und Wiesen angesät. In seiner Rede zur Eröffnung des Parks sagte der damalige Bürgermeister Rainer Lauterbach Worte, die bis heute Gültigkeit haben: „Bitte helfen Sie uns, dieses Stück Natur in seiner gestalteten Ursprünglichkeit zu erhalten. Wirken Sie alle dabei mit, dass die Anlagen nicht zu Müllablagerungen missbraucht werden, denn dieser Grünzug wurde auch deshalb geschaffen, um Ihnen vor der Haustüre ein grünes Wohnzimmer anzubieten, in dem Sie sich wohlfühlen und erholen können.“

Durch den Planer und Projektanten des ersten Bauabschnitts, Prof. Karl Kagerer, und der Firma May Landschaftsbau entstanden ein 12,5 Meter hoher Einzelhügel, der sogenannte Monopteros, der im Winter zum Schlittenfahren genutzt wird. Außerdem ein 5,5 Meter hoher Rodelhügel, zwei Feuchtbiotope und ein Landschaftssee mit 2000 Quadratmetern (zwischen der heutigen Christuskirche und der neuen katholischen Pfarrkirche). Außerdem wurden vor 25 Jahren noch zwei Spielplätze angelegt und zahlreiche Sitzbänke aufgestellt.

Im Laufe der Jahre und der weiteren Baugebiete ist der Park unter der Regie von Landschaftsarchitekt Max Bauer ebenfalls gewachsen. Mit weiteren Spiel- und Sportflächen, außerdem kam unter anderem ein kleines Freilichtmuseum im Römerviertel (W4) hinzu, wo unter anderem Reste eines Töpferofens aus der Römerzeit zu sehen sind. Unweit davon wurde außerdem eine kleine Marienkapelle errichtet.

In den vergangenen Jahren wurde der Grünzug verlängert und zieht sich nun zwischen den jüngsten Neubaugebieten Zauber-und Seewinkel weiter in Richtung Norden. Dort wurde unter anderem ein weiterer Hügel angelegt, der sogenannte „Stonehenge“. In dessen Umgebung befinden sich eigenes zwei kleine Areale für eine seltene Insektenart, die blauflügelige Ödlandschrecke, die hier zufällig entdeckt wurde. Die fühlt sich vor allem in trockenen und vegetationsarmen Lebensräumen wohl, weshalb zwei Flächen, auf denen hauptsächlich Kies mit Wildblumen zu finden sind, eigens für sie reserviert wurden. Der Rest des Bergfeldparks ist alles andere als ödes Land.

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