Blick aus einer Unterführung
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Der Aufgang zur Südseite des S-Bahnhofs. Dieser Bereich links und rechts der Unterführung soll umgestaltet werden.

Pläne vorgestellt

Idee für Neugestaltung: Café mit Dachterrasse am S-Bahnhof Poing

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Die Südseite des S-Bahnhofs Poing soll umgestaltet werden. Erste Planungen sehen unter anderem ein Parkhaus vor sowie ein Café mit Dachterrasse.

Poing – Zwei Varianten stehen zur Auswahl für die Neugestaltung der Südseite des Poinger S-Bahnhofs. Nummer 1: die Busschleife bleibt, wo sie ist. Nummer 2: Die Bushaltestelle wird nach Osten verlegt, auf die andere Seite der neuen Geh- und Radunterführung. Wo die derzeit gesperrten Parkplätze sind. Auf dieser Fläche ist in beiden Varianten ein Parkhaus vorgesehen. Bei Nummer 2 würden die Busse um das Parkhaus herum zu einem kleinen Busbahnhof geführt. Der Unterschied: Die Busse fahren nicht mehr die komplette Bahnhofstraße entlang und an der Unterführung vorbei. Welche der beiden Varianten tatsächlich umgesetzt wird, entscheidet letztendlich der Gemeinderat. Dessen Bauausschuss wurden am Dienstagabend in öffentlicher Sitzung die beiden Varianten vorgestellt.

Zwei Varianten zur Auswahl

Die Mehrheit im Ausschuss tendiert zu Variante 2. Peter Maier (SPD) sagte, dass hier der Auto- und Busverkehr besser von der Unterführung abgekoppelt sei. „Wir sollten uns langsam von der altehrwürdigen Busschleife verabschieden.“ Ebenfalls für Variante 2 sprachen sich Marc Salih (FDP) und Werner Dankesreiter (Grüne) aus. Letzterer schlug vor, das Parkhaus mehrgeschossig zu planen – nicht nur für Autos, sondern auch für Gewerbeflächen. Dies könne in beiden Varianten realisiert werden, antwortete Christine Ohlen vom von der Gemeinde beauftragten Stadtplanungsbüro Dragomir (München).

Busbahnhof könnte nach Osten verschoben werden

Sollte sich der Gemeinderat für Variante 2 entscheiden (in der nächsten Sitzung am 25. März wird sich das Gremium mit dem Thema befassen), schlägt die Planerin im Bereich der jetzigen Busschleife den Bau eines Cafés mit Dachterrasse vor. Dahinter Gewerbe-/Büroeinheiten.

Ein großes Fragezeichen bei der Neugestaltung des Areals zwischen Bahnsteig und Bahnhofstraße bildet das riesige, schmucklose Gebäude der Telekom im Osten, an die Plieninger Straße angrenzend. Eigentümer ist die Telekom, was das Unternehmen mit dem Bau vorhat, ist offiziell noch nicht bekannt. 2. Bürgermeister Reinhard Tonollo (SPD), der hauptberuflich bei der Telekom tätig ist, plauderte in der Bauausschuss-Sitzung ein wenig aus dem Nähkästchen: „Das Gebäude ist fast leer.“ Technische Einrichtung sei darin nur noch wenig vorhanden. Es handle sich um eine Vermittlungsstelle von nurmehr geringer Bedeutung, die der Vermittlungsstelle in Markt Schwaben untergeordnet sei. „Irgendwann wird dieses Gebäude komplett verschwinden“, sagte Tonollo mit Blick auf die mittelfristige Zukunft. Die Telekom veräußere Grundstücke wie jenes in Poing, es sei dann davon auszugehen, dass der schmucklose Kasten abgerissen wird.

Gemeinderat wird am 25. März das Thema erneut beraten

All das sowie die Umsetzung der Neugestaltung des Areals südlich des Bahnsteigs ist ein Projekt, das nicht von heute auf morgen umgesetzt wird, sondern Jahre dauern wird. Das sagte Bürgermeister Thomas Stark bereits bei einer der ersten Diskussionen im vergangenen Jahr im Gemeinderat. Die betreffenden Grundstücke gehören entweder der Deutschen Bahn oder befinden sich in Privateigentum, weshalb noch viele Gespräche geführt werden müssten. Zum Beispiel, ob und welche Flächen die Bahn der Gemeinde zur Verfügung stellt.

Als nächsten Schritt wird der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25. März beschließen, dass ein Bebauungsplanentwurf auf Grundlage der Varianten 1 und 2 erstellt wird. Viele weitere planerischen und behördlichen Schritte müssen noch folgen, bis tatsächlich die Neugestaltung umgesetzt werden kann. In das Gesamtkonzept einbezogen werden die Gebäude, die südlich an die Bahnhofstraße angrenzen.

Ein Jahr nach Fertigstellung der neuen Geh- und Radunterführung wird der Poinger S-Bahnhof nun barrierefrei ausgebaut.

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