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Kein Turm, sondern ein „Glockenträger“: Hier werden die vier Klangkörper der neuen Pfarrkirche aufgehängt.

neue Pfarrkirche poing 

In drei Wochen läuten die Glocken

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Trotz der neuen Kirche, die am 15. Oktober eröffnet wird, bleibt für die Pfarrgemeinde Poing einiges beim Alten. Zum Beispiel der Name: „St. Michael“. Neu sind die Glocken, die schon am 25. Mai bei einem Festgottesdienst geweiht werden – und dann erstmals läuten sollen.

Poing – Wenn alles klappt wie geplant, werden am Donnerstag, 25. Mai (Christi Himmelfahrt), an Poings neuer Pfarrkirche die ebenfalls neuen Glocken erstmals läuten. An diesem Feiertag werden die vier Klangkörper feierlich geweiht: der Festgottesdienst hierzu findet ab 10 Uhr im benachbarten Pfarrheim Rupert Mayer statt. Apropos „Rupert Mayer“: Obwohl die neue Kirche dem seligen Pater geweiht wird, behält die katholische Pfarrgemeinde ihren Namen „St. Michael“. Das teilt Pfarrer Christoph Klingan mit. Auch die alte Kirche in Poing-Süd wird weiterhin diesen Namen tragen. Nicht nur das: Statt einer schnöden „Werktagskirche“ wird sie eine „Filialkirche“ mit eigenen, festen Gottesdiensten (siehe Kasten). „Anders, als von vielen Katholiken, die in Alt-Poing wohnen, befürchtet“, sagt Klingan.

Die bisherige Pfarrkirche St. Michael wird zur Filialkirche, in der auch sonntags weiterhin ein Gottesdienst gefeiert wird.

Nachdem die ursprünglich für Juli vorgesehene Eröffnung und Einweihung auf den Kirchweihsonntag, 15. Oktober, verlegt worden ist (wir berichteten), wurde die Ankunft und Weihe der Glocken vorgezogen. „Dies muss aus Gründen des Baufortschritts in der letzten Maiwoche erfolgen“, berichtet Pfarrer Klingan. Der Glockenträger unmittelbar an der Gruber Straße ist so gut wie fertig. Ob die vier Klangkörper gleich unmittelbar nach der Weihe noch am selben Tag (25. Mai) aufgehängt und zum ersten Mal erklingen werden, das steht laut Klingan noch nicht fest. Falls ja, sollen sie einmal – manuell betätigt – erklingen. Danach bis zur Kirchweihe schweigen. Bis dahin, so Poings Pfarrer, werde noch die elektronische Steuerung eingebaut.

Die vier Glocken haben ihre erste Reise bereits hinter sich: Nach dem Guss und Zusammenbau in der Eifel wurde dort die erste Klangprobe vollzogen, danach wurden sie nach Passau gebracht. Dort stehen sie bei einer Firma, die sie sie nach Poing transportieren wird. Zum Festgottesdienst mit Glockenweihe, die auf dem künftigen Kirchplatz neben dem Pfarrheim Rupert Mayer stattfindet, wird Domkapitular Thomas Schlichting nach Poing kommen, kündigt Pfarrer Christoph Klingan an. Die Kirchweihe am 15. Oktober wird von Erzbischof Reinhard Marx vorgenommen.

Für den Neubau der Pfarrkirche, die in der Bevölkerung aufgrund der Fassade den Spitznamen „Sprungschanze Gottes“ bekommen hat, hat das verantwortliche Ordinariat der Erzdiözese München und Freising 14,6 Millionen Euro an Kosten veranschlagt.

Die neue Gottesdienstordnung für die Zeit ab dem 15. Oktober wurde mit dem Pfarrgemeinderat „intensiv beraten“, teilt Pfarrer Klingan mit. Eine breite Mehrheit habe folgendem Modell zugestimmt:

Samstag

• 18/19 Uhr (Winter-/Sommerzeit): Vorabendgottesdienst in der neuen Pfarrkirche Seliger Rupert Mayer

Sonntag

• 9 Uhr: Gottesdienst in der Filialkirche St. Michael

Dieser wird laut Pfarrer Klingan kein „abgestufter“ Gottesdienst sein, sondern eine normale Sonntagsmesse mit Ministranten, Orgel und Sonntagspredigt.

• 10.30 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche Seliger Rupert Mayer

Dienstag, Mittwoch und Freitag

• 8 Uhr: Gottesdienst in der Filialkirche St. Michael

Donnerstag

• 19 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche Seliger Rupert Mayer

Auch für die Messen an den kirchlichen Feiertagen und Festzeiten wie Ostern und Weihnachten wurden bereits Regelungen vereinbart, informiert Pfarrer Christoph Klingan. Diese würden gesondert und zeitnah mitgeteilt.

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