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Freie Sicht: Die Sträucher an der Querungshilfe am Übergang Westring/Bergfeldstraße wurden gerodet.

Westring

Kahlschlag für mehr Sicherheit

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Was wie Baumfrevel aussieht, war eine von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigte Aktion: Am Übergang Bergfeldstraße/Westring wurden zahlreiche Sträucher gerodet. Obwohl Brutzeit herrscht.

Poing – „Die Maßnahme ist mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Der Baubetriebshof überprüfte, ob sich in den Sträuchern brütende Vögel befanden. Dies war nicht der Fall“, teilte am Donnerstag Bürgermeister Albert Hingerl auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Rodung habe, mit Ausnahme eines kleinen Straßenbaums, ausschließlich Sträucher umfasst, insbesondere Schwarzer Holunder. Auf der Nordseite des Übergangs Bergfeldstraße/Westring, auf Höhe der Querungshilfe für Fußgänger, ist es nun kahl. Warum die Maßnahme ausgerechnet jetzt durchgeführt wurde, erläutert Hingerl in einer schriftlichen Mitteilung so: „Der Rückschnitt erfolgte aufgrund der wiederholt an die Verwaltung herangetragenen Sichtprobleme im Zusammenhang mit der Querungshilfe für Fußgänger (insbesondere mit Kinderwagen) und Radfahrer (insbesondere aus Norden kommend), die auch in der öffentlichen Anhörung durch Bürger bestätigt wurden.“ Mit der Rodung sei nun eine Gefahrenstelle in kürzester Zeit beseitigt worden.

In der Vergangenheit seien die Sträucher an dieser Stelle bereits zurückgeschnitten worden, allerdings habe dies nicht den erhofften Sicherheitsgewinn erbracht, schreibt Hingerl weiter. Deshalb habe sich die Verwaltung nun für die Rodung entschieden. Darüber hinaus erfolgte auf der Südseite ein Rückschnitt, sodass die dortige Straßenlaterne nun den gesamten Bereich ausleuchten könne.

Auf Mutmaßungen von Anwohnern des Westrings, dass es sich bei der Maßnahme um Vorbereitungen für einen neuen Geh- und Radweg auf der Nordseite der Straße handelt, antwortet Bürgermeister Albert Hingerl: „Ein Zusammenhang mit der Studie ,Geh- und Radweg auf der nördlichen Seite des Westrings’ besteht nicht. Hierzu hat der Gemeinderat ohnehin noch keine Entscheidung getroffen.“

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