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Freie Sicht auf die künftige Pfarrkirche und die evangelische Christuskirche (rechts mit Turm). Bauhofmitarbeiter haben den Uferbereich des Teichs gerodet – damit bis zum Sommer die Sträucher und Gräser neu nachwachsen können. 

gehölzpflege 

Kahlschlag mit Ansage

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In Poings Parkanlagen und auf Grünflächen sind Bauhofmitarbeiter derzeit dabei, Bäume und Sträucher teilweise massiv zurück- oder gar umzuschneiden. Auch wenn es drastisch erscheint: Die Gemeinde erläutert die Pflegemaßnahmen als wichtig und sinnvoll.

Poing – Gerade im Januar und Februar fallen Spaziergängern in den Parkanlagen (Bergfeldpark in Poing-Nord und Reuterpark in Poing-Süd) die teilweise massiven Einschnitte auf. „Warum“, so fragen sich manche Bürger, „müssen die Bäume ausgerechnet jetzt so radikal geschnitten werden?“. Auf Anfrage unserer Zeitung erläutern Bürgermeister Albert Hingerl und Bauhof-Leiter Ludwig Mayr: „Aus arbeitstechnischen Gründen hat der Baubetriebshof besonders in den Monaten Januar und Februar Zeit, neben den Winterdiensteinsätzen sich verstärkt der Gehölzpflege zu widmen. Ab März beginnt die Vogelbrutzeit, die Gehölzpflege und Baumfällungen müssen dann abgeschlossen sein.“

Um einen „vitalen und verkehrssicheren Baumstand“ zu erhalten, seien immer wieder Eingriffe in den Bestand erforderlich. An den zahlreichen Parkwegen sei zum Teil ein Lichtraumprofilschnitt auszuführen, damit Fußgänger und Radfahrer die Wege sicher und ungehindert benutzen können.

Für die Pflege der über 30 Hektar Grün- und Parkanlagen (zum Vergleich: die Münchner Theresienwiese ist 42 Hektar groß) hat die Gemeinde Poing einen Grünpflegeplan erstellt, nach dem sich die Bauhofmitarbeiter richten. „Dieser sieht vor, in den Gehölzflächen alle fünf bis zehn Jahre, abschnittsweise, Maßnahmen zur Bestandsverjüngung und -erhaltung durchzuführen“, erläutern Hingerl und Mayr. Junge, sogenannte „Zukunftsbäume“ werden freigestellt und gefördert, Sträucher zum Teil auf Stock gesetzt. Wie beispielsweise am Ententeich an der Christuskirche, dessen Ufer nun wieder kahl ist. Bis zum Sommer werden dort, wie jedes Jahr, die Sträucher und Gräser wieder nachgewachsen sein.

Im Bergfeldpark werden in diesen Tagen und Wochen Abschnitte bearbeitet, die laut Bürgermeister und Bauhofleiter seit Längerem keine Gehölzpflege mehr erhalten haben. Und: „Als eine der nächsten Maßnahmen steht, wie jedes Jahr, im Februar und März der Obstbaumschnitt an unseren 180 Streuobstbäumen an. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein“, teilen Hingerl und Mayr mit.

Grundlage für die regelmäßige Kontrolle und Pflege ist das Baumkatastar, welches in den Jahren 2008 und 2009 erstellt wurde. Darin sind Art, Größe, Lage und Zustand jedes Baumes erfasst. Dem Kataster zufolge stehen auf öffentlichen Flächen etwa 3000 Bäume, die im Besitz der Gemeinde Poing sind. Darin erfasst ist beispielsweise auch das Gelände des Bergfeldsees.

„Als Ergebnis der Baumkontrollen sind auch immer wieder Pflegemaßnahmen erforderlich; bei Pilzbefall oder starken Beschädigungen, die die Standsicherheit nicht mehr gewährleisten, auch Fällungen. Die Arbeiten von der Kontrolle über Pflegemaßnahmen bis hin zu Fällungen werden von qualifizierten Mitarbeitern des Bauhofs oder von Fachfirmen ausgeführt“, teilen Bürgermeister Hingerl und Bauhofleiter Mayr mit. Und: „Die Gehölzpflegemaßnahmen der letzten Jahre zeigen, dass die Arbeit der Gärtner des Baubetriebshofes richtig ist. Bereits zwei Jahre nach den Pflegemaßnahmen haben sich wieder vitale zukunftsfähige und verkehrssichere Gehölzflächen gebildet.“

Brennholz für 40 Euro

Nach Abschluss der Gehölzpflegemaßnahmen wird die Gemeinde Poing das angefallene Brennholz verkaufen. Der Start wird noch bekannt gegeben. Der Preis beträgt 40 Euro pro Ster.

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