Ein rennender Hund als Symbolbild
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Die Gemeinde Poing passt die Hundesteuersatzung an. (Symbolbild)

Satzungsänderung

Kampfhunde in Poing kosten künftig 400 Euro Steuer pro Jahr

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Hundebesitzer in Poing zahlen ab 2021 neue Steuerbeiträge. Die Gemeinde wird die Staffelung ändern, Kampfhunde kosten künftig 400 Euro.

Die Gemeinde Poing passt ihre Hundesteuer der aktualisierten Mustersatzung des bayerischen Innenministeriums an. Ab dem 1. Januar 2021 gelten folgende Sätze: 60 Euro pro Hund, 400 Euro pro Kampfhund. Die unterschiedliche Staffelung bei mehreren Hunden wird ersatzlos gestrichen, informiert die Gemeindeverwaltung. Bis dato müssen Hundehalter für einen ersten Hund 55 Euro zahlen, für einen zweiten 77 oder für einen dritten Hund 99 Euro.

Eine Differenzierung zwischen Hunden allgemein und sogenannten Kampfhunden sei in Poing bislang nicht vorgenommen worden. Das ändert sich ab dem 1. Januar.

In Poing sind derzeit 580 Hunde gemeldet

Laut Auskunft des Rathauses sind in der Gemeinde Poing derzeit etwa 580 Hunde gemeldet; nimmt man diese Zahl für die Berechnung ab 2021, geht die Verwaltung durch die Änderung der Hundesteuer von Mehreinnahmen von etwa 2800 Euro pro Jahr aus. Dabei handle es sich um keine Gebühren für gemeindliche Ausgaben, betonte Bürgermeister Thomas Stark (parteilos) in der Haushaltssitzung des Finanzausschusses des Gemeinderates Poing. Dort wurde die Änderung der Hundesteuersatzung vorgestellt und von den Ausschussmitgliedern einstimmig und ohne Diskussion angenommen und dem Gemeinderat zum endgültigen Beschluss empfohlen.

Definition von Kampfhunden

Als Kampfhunde gelten laut bayerischem Innenministerium folgende Rassen und Gruppen: Pitbull, Bandog, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa-Inu. Außerdem, solange ein Nachweis auf keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit fehlt: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Dogo Canario, Perro de Presa Mallorquin und Rottweiler.

Poing: 5 Kampfhunde / Anzing: 20 Kampfhunde

Im Finanzausschuss teilte die Gemeindeverwaltung mit, dass in Poing (Einwohnerzahl: circa 16.600) derzeit fünf Kampfhunde gemeldet sind. In der Nachbargemeinde Anzing, in der rund 12.000 Menschen weniger leben (4414, Stand: 30. Juni 2020; Quelle: www.anzing.de), seien es 20 Kampfhunde.

Das Rathaus präsentierte in der Sitzung zum Vergleich Hundesteuersätze aus anderen Gemeinden im Landkreis Ebersberg. Beispiele: Grafing (Hund 60 Euro/Kampfhund 400 Euro), Kirchseeon (50/400), Zorneding (50/400), Ebersberg (60/480), Pliening (40/kein eigener Betrag für Kampfhunde) Markt Schwaben (60/500), Anzing (50/400), Vaterstetten (50/kein eigener Betrag für Kampfhunde).

In Markt Schwaben wird am Donnerstag im Gemeinderat über eine Erhöhung der dortigen Hundesteuer diskutiert.

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