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Das Poinger Volksfest bleibt auf seinem Platz. Die Fläche ist zu klein für den Bau des neuen Gymnasiums.

Neues Gymnasium

Keine Chance für Volksfestplatz

Das neue Gymnasium in Poing wird wie geplant im künftigen Wohngebiet W7 gebaut. Der von den Grünen vorgeschlagene Alternativstandort auf dem Volksfestplatz scheidet aus.

Poing – „Die Idee, das Gymnasium möglichst nahe der Ortsmitte zu bauen, ist im Grunde gut“, bekannte Bürgermeister Albert Hingerl in der Sitzung des Poinger Gemeinderats. Doch leider sei der von der Grünen-Fraktion dafür vorgeschlagene Volksfestplatz viel zu klein. „Zusätzliche Flächen direkt gegenüber stehen nicht zur Verfügung“, sagte Hingerl.

Man habe alles untersucht und sei leider zu keinem positiven Ergebnis gekommen. Das Grundstück Am Hanselbrunn sei 7843 Quadratmeter groß und messe damit nicht einmal ein Drittel der geforderten Fläche. Selbst wenn mehrstöckig gebaut würde, was auch Teil des Vorschlages ist, sei der Platz für ein Gymnasium nicht geeignet.

„Wir haben uns die Flächen der anderen Gymnasien und Realschulen geben lassen“, sagte Hingerl, „die mit Abstand kleinste ist unsere Realschule mit 14.400 Quadratmeter ohne Sportfläche“. Alle anderen der acht untersuchten Schulen haben über 20.000 Quadratmeter Fläche. Eine Rücksprache mit dem Landratsamt als zuständiger Maßnahmenträger habe ergeben, dass bei der für Poing geplanten Größe der Schule für 1000 Schüler insgesamt 33 Klassen nötig sind, die zusammengerechnet allein schon eine Fläche von 7900 Quadratmeter ergeben. „Auch wenn man in die Höhe bauen würde, schaffen wir das bei diesem Grundstück nicht“, argumentierte der Bürgermeister. „Dann kommen noch die notwendigen Sportstätten dazu.“

Es gibt zwar in unmittelbarer Nähe das Sportzentrum und die Dreifachhalle, aber die sei bereits jetzt durch die anderen Schulen voll ausgelastet. Im Baugebiet W7, nördlich der Bergfeldstraße gegenüber des Zauberwinkels, stehen 300.000 Quadratmeter zur Verfügung, hier könne alles untergebracht werden, bei Bedarf auch eine Vierfachhalle, sagte Hingerl. Bei der Realisierung auf dem Grundstück Am Hanselbrunn müsste für das Volksfest ein neues Areal gefunden werden. Dort müsste dann die Infrastruktur mit Strom, Wasser und Abwasser neu geschaffen werden, was mindestens 300.000 Euro kosten würde.

Sieglinde Pehl und Werner Dankesreiter (beide Grüne) machten deutlich, dass in ihrem Antrag lediglich um Prüfung des Areals für das Gymnasium gebeten wurde. Das sei geschehen und man habe gehofft, dass eventuell durch Grundstückstausch zusätzliche Flächen dazukommen könnten.

Reinhard Tonollo (SPD) warnte vor einer Diskussion um den Standort des Gymnasiums: „Endlich haben wir den Zuschlag und einen geeigneten Standort. Es ist gefährlich, durch solche Diskussion den Bau zu verzögern.“ Der Neubau soll ab 2020 realisiert werden, hieß es in der Sitzung.

Der Antrag wurde mit 19:4 Stimmen abgelehnt.  dul

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