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Thomas Stark (li.) und Reinhard Tonollo stehen in der Stichwahl. 

Bürgermeister-Stichwahl

Wahlempfehlungen: Alle anderen für einen

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Alle Fraktionen, die nicht an der Bürgermeister-Stichwahl beteiligt sind, haben Wahlempfehlungen abgegeben. Grüne, FWG und FDP sprechen sich für denselben Kandidaten aus. 

Poing – Für die Bürgermeister-Stichwahl in Poing am Sonntag, 29. März, haben alle nicht mehr daran beteiligten Parteien bzw. Gruppierungen unabhängig voneinander dieselbe Empfehlung veröffentlicht: Freie Wählergemeinschaft (FWG), Bündnis90/Die Grünen und FDP sprechen sich für den CSU-Kandidaten Thomas Stark aus. Der 55-Jährige ist Geschäftsleiter im Rathaus und seit 1990 in leitenden Positionen in Poings Gemeindeverwaltung tätig. Sein Gegenkandidat ist der 54-jährige Reinhard Tonollo von der SPD. Der technische Beamte ist seit 2017 Mitglied des Gemeinderates und war Initiator der Bürgerinitiative Pro Gymnasium. Für ihn spricht sich der noch amtierende Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) aus, der nach 20 Jahren im Amt aufhört.

Poing: Eindeutige Wahlempfehlungen

Bei der Kommunalwahl am haben Stark (35,1 Prozent = 2287 Stimmen) und Tonollo (33,1 Prozent = 2158 Stimmen) die Stichwahl erreicht. Poings Dritter Bürgermeister Günter Scherzl erhielt 25,8 Prozent (= 1680 Stimmen), Marc Salih von der FDP 6,1 Prozent (397 Stimmen). Von den insgesamt 11 504 Poinger Wahlberechtigten hatten bei der Wahl zum Bürgermeister insgesamt 6572 ihre Stimme abgegeben, was einer Beteiligung von 57,1 Prozent entspricht.

Grüne, FWG und FDP für denselben Kandidaten

In einer öffentlichen Stellungnahme, unterzeichnet von Ortsvorsitzendem Günter Scherzl und Gemeinderatsfraktionssprecher Manfred Vodermeier, empfiehlt die FWG, Thomas Stark zu wählen. Als Begründung schreiben sie unter anderem: „Weil er als ausdrücklich Parteifreier überparteilich agiert, weil er für eine solide und faktenbasierte Finanzpolitik steht, weil er jahrzehntelange profunde Erfahrung in der Verwaltung mitbringt, weil er schon sehr lange unmittelbar mit dem Bürgermeisterbüro und dem Gemeinderat zusammengearbeitet hat.“ Zur Erklärung: Thomas Stark hat im Wahlkampf stets betont, dass er zwar für die CSU kandidiert, aber parteilos ist und dies auch bleiben werde.

Begründungen: parteineutral, überparteilich

Die Poinger Grünen sprechen sich ebenfalls für Stark aus, sie teilen dazu unter anderem mit: „Durch seine langjährige Arbeit im Rathaus kennt er die Themen Poings in- und auswendig und hat federführend alle wesentlichen Verhandlungen mit Bauträgern und Behörden geführt. Daher weiß er genau, was in den nächsten Jahren anzupacken ist. Er tritt parteineutral für Poing ein und hat eine Vielzahl guter Ideen, wie er die Themen Klimaschutz und Haushaltskonsolidierung voranbringen kann.“

Fünf Fraktionen im Gemeinderat

Neben CSU (ab Mai sieben Sitze), Grüne (fünf), SPD (sechs), FWG (vier) ist auch die FDP weiterhin im Poinger Gemeinderat vertreten, erstmals seit vielen Jahren wieder mit zwei Mitgliedern (Wolfgang Spieth und Marc Salih). In einer öffentlichen Erklärung schreibt Spieth: „Wählen Sie Thomas Stark zum Bürgermeister. Er ist, wie ich aus meiner bisherigen Tätigkeit im Gemeinderat weiß, ein kenntnisreicher, erfahrener und überparteilicher Mann.“

Alle Ergebnisse der Kommunalwahlen im Landkreis Ebersberg lesen Sie in unserer Zusammenfassung. 

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