Ex-Minister der SPD gestorben: Erhard Eppler ist tot

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Die schnellere Variante, die Anzinger Straße zu Fuß zu überqueren, ist direkt über die Kreuzung mit der Schulstraße (im Vordergrund ). Auch am  Montagvormittag haben Fußgänger lieber diese Variante gewählt, wie die Spuren zeigen.

Diskussionen nach schwerem Unfall

Gefährliche Faulheit an dieser Kreuzung - Diese Spuren sagen alles

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Eigentlich wurde die Ampel an der Anzinger Straße in Poing-Süd für die Sicherheit von Fußgängern installiert. Der schwere Unfall von vergangener Woche wirft die Frage auf, warum viele Menschen die Signalanlage nicht nutzen und stattdessen den gefährlichen Weg wählen.

Poing– Aus welchen Gründen der 62-jährige Fußgänger die Anzinger Straße nicht an der Fußgängerampel, sondern wenige Meter davon entfernt direkt an der Kreuzung überquert hat, ist unklar. Fakt aber ist, dass an dieser Stelle oftmals Fußgänger nicht die Ampel nutzen, sondern die vermeintliche, aber viel gefährlichere Abkürzung wählen. Das hat auch Helmut Hintereder, Leiter der Polizeiinspektion Poing, schon beobachtet. „Es dürfte sich wohl hauptsächlich um Faulheit handeln“, sagt er. Wer zu Fuß von der Schulstraße kommt und über die Anzinger Straße zum Rewe auf der anderen Seite geht (oder von dort zurück), wählt scheinbar lieber den direkten Weg, als die etwa 20 Meter Umweg.

Der 62-jährige Poinger hatte am vergangenen Donnerstag, bei Dunkelheit gegen 18 Uhr, versucht, die Anzinger Straße wenige Meter von der Ampel entfernt zu überqueren. Er wurde von einem Auto erfasst und schwer verletzt (wir berichteten). Sein Gesundheitszustand ist laut Auskunft von Hintereder am Montag mittlerweile stabil.

Selbst ältere Personen, manche mit Rollator, versuchen an dieser Stelle über die Kreuzung zu kommen, statt die sichere Ampel zu nehmen. Diese verfügt über eine Anforderungsschaltung, die nur dann für einige Minuten in Betrieb geht, wenn ein Fußgänger den Schalter drückt. „Vielleicht denken sich auch einige Leute, dass sie den Autoverkehr nicht aufhalten wollen“, vermutet der Erste Polizeihauptkommissar. Sein Rat lautet dennoch: „Wenn eine Ampel da ist, dann sollte diese auch benutzt werden.“

Die Ampel an der Anzinger Straße war lange Zeit ein Politikum. Der Gemeinderat hatte vor gut zehn Jahren das zuständige Landratsamt Ebersberg erstmals aufgefordert, hier eine Signalanlage für Fußgänger zu errichten. Weil die Kreisbehörde hierfür keine Notwendigkeit sah, ließ der Gemeinderat sogar ein Protest-Schild aufstellen. Immer wieder wiesen die Kommunalpolitiker darauf hin, dass an dieser Stelle die Anzinger Straße häufig von Fußgängern (darunter auch Schüler) überquert werde und eine Ampel für Sicherheit sorgen könnte.

Vor einigen Jahren, nach Verkehrszählungen und -messungen sowie einem Probebetrieb, wurde die Ampel dann tatsächlich installiert. Bei vielen Fußgängern aber scheint sie noch nicht in den Köpfen angekommen zu sein.

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