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Hat ab Samstag einen neuen Namen: Das Bürgerhaus Poing wird zu Ehren des NS-Zeitzeugen Max Mannheimer umbenannt. 

Neuer Name

„Max-Mannheimer-Bürgerhaus“

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Das Poinger Bürgerhaus bekommt einen Namen: „Max-Mannheimer-Bürgerhaus“. Zu Ehren und in Gedenken an den Holocaust-Überlebenden und NS-Zeitzeugen Max Mannheimer.

Poing – Der im September 2016 im Alter von 96 Jahren verstorbene Max Mannheimer hat Poing oft besucht. Der Holocaust-Überlebende und NS-Zeitzeuge erzählte in Schulen und bei verschiedenen Veranstaltungen immer wieder von den Gräueln des Zweiten Weltkriegs und in den Konzentrationslagern. Als Mahnung, das Geschehene nicht zu vergessen und niemals mehr wiederholen zu lassen. Als am 27. April 1945 der Todeszug mit KZ-Häftlingen in Poing Halt machte, war Mannheimer einer der Insassen. Er überlebte den Stopp, den viele Gefangene zur Flucht nutzen wollten – und dabei von SS-Schergen getötet wurden.

In Erinnerung und als Ehrung für sein Wirken wird das Bürgerhaus am Samstag, 20. Januar, in „Max-Mannheimer-Bürgerhaus“ umbenannt. Das hat der Gemeinderat bereits am 18. Mai 2017 einstimmig entschieden, nun wird der Beschluss umgesetzt. Die Feierstunde für geladene Gäste findet von 14 bis 16 Uhr im Bürgerhaus statt. „Max Mannheimer setzte sich für eine Welt ein, in der Humanität an erster Stelle steht und in der Fremdenfeindlichkeit keinen Platz hat“, schreibt Poings Bürgermeister Albert Hingerl in der Einladung.

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