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Das Biotop im Bergfeldpark wird um gut die Hälfte verkleinert.

Bergfeldpark

Mehr Auslauf am Schlittenberg

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Im Bergfeldpark, nahe des Monopteros‘, wird derzeit das Biotop verkleinert. Damit im Winter die Schlittenfahrer dort mehr Auslauf haben. 

Poing – Das Biotop am Fuße des Monopteros’ im Bergfeldpark in Poing-Nord wird derzeit um gut die Hälfte verkleinert. Der westliche Teil wird mit Erde zugeschüttet, der östliche Abschnitt erneuert. Weil das Areal in den vergangenen circa zwei Jahren unter anderem wegen einer defekten Bodenfolie so gut wie ausgetrocknet war, musste die Gemeinde entscheiden, ob und in welcher Form sie das Biotop erhalten möchte.

Nach Abwägung der Situation entschied sich die Verwaltung mit Einverständnis des Gemeinderates, das Areal zu verkleinern. Der westliche, kaputt gegangene Abschnitt wird aufgelöst. Der östliche Teil wird saniert und danach wieder eingezäunt.

Ab der nächsten Wintersaison gibt‘s für Schlittenfahrer kein Hindernis mehr. Grün markiert die Fläche, die zugeschüttet wird.

Als Ergebnis bleibt für die Schlittenfahrer im Winter ein längerer Auslauf. Wer bislang vom Monopteros oder vom benachbarten, kleineren Hügel hinunter sauste, für den konnte die Fahrt abrupt am Biotop-Zaun enden, wenn er nicht aufpasste. Zwar hatte die Gemeinde im Winter Schutzmatten montiert, dennoch kam es immer mal wieder zu Prellungen und weinenden Kindern. Dies wiederum führte zu Fragen an die Verwaltung, ob man denn nicht was ändern könne.

Künftig werde „der Rodelspaß in der Wintersportarena Bergfeldpark ohne Hindernisse erfolgen können“, wie Bürgermeister Albert Hingerl nach Bekanntgabe der Entscheidung mitteilte. In der kommenden Winter-/Schlittensaison wird die Auslauffläche quasi unbegrenzt sein.

Nachdem die Maßnahme publik wurde, gab es einige kritische Stimmen von Bürgern. Sie beklagten, dass zugunsten des Schlittenfahrens, das lediglich an wenigen Tagen im Jahr möglich sei, ein Biotop geopfert werde. Bürgermeister Hingerl und die Verwaltung entgegneten, dass das Biotop so oder so hätte geändert werden müssen. Mit der jetzigen Maßnahme habe man versucht, für alle eine geeignete Lösung zu finden: für die Natur, und für die Schlittenfahrer. Die Wasserfläche des künftigen Biotops wird laut Verwaltung etwa 100 Quadratmeter groß sein, bislang waren es 200. Wie Hingerl betont, geschehe die Maßnahme in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt.

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