Eine Grünfläche
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Wo einst ein altes Wohnhaus stand (re.), wird in den nächsten Monaten der Gemeindefriedhof (li.) erweitert. 

Beschluss

Mehr Platz für Urnengräber: Friedhof Poing wird erweitert

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Große Familien-Sarggräber sind nicht mehr gefragt, stattdessen liegen Urnenerdgräber im Trend. In Poing wird der Friedhof entsprechend erweitert.

Poing – Etwa ein Jahr lang reichen die noch freien Stellen für Urnenerdgräber auf dem Poinger Gemeindefriedhof aus, dann wird’s eng. Das berichtete Bauamtsleiterin Christine Wirth in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Gemeinderates. Dass der Friedhof bald erweitert werden muss, steht fest. Ebenso das Areal, auf welchem dies geschehen wird: direkt nördlich am bestehenden Friedhof angrenzend. Das alte Wohnhaus, das darauf stand, wurde bereits abgerissen.

Poing: Urnenerdgräber werden knapp

Jetzt haben die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses die vorgelegte Entwurfsplanung für die Erweiterung genehmigt und beauftragt. In der Sitzung vorgestellt hat sie der von der Gemeinde beauftragte Landschaftsarchitekt Max Bauer. Im ersten Bauabschnitt der Friedhofserweiterung sollen ausschließlich Plätze für Urnenerdgräber geschaffen werden, weil laut Friedhofsverwaltung der Bedarf hierfür groß ist. Bauer: „Die ganze Bestattungskultur ändert sich. Der Trend geht weg von großen Familiengräbern.“ Damit meint der Landschaftsarchitekt Sarggräber.

Bestattungskultur hat sich verändert

Dass der Trend zu Urnenerdgräbern geht, bestätigt die weiterhin große Nachfrage an Grabstellen im Poinger Bestattungsgarten. Dort gibt es ausschließlich diese Form der Bestattung – allerdings ohne Grabsteine und ohne Blumenschmuck. Die Stellen sind lediglich nummeriert.

Der zweite Abschnitt der Friedhofserweiterung entlang des Endbachwegs bis hin zur Straße am Hanselbrunn folgt in einigen Jahren. Das hierfür vorgesehene Areal ist derzeit noch bebaut. Die gesamte Fläche ist im Flächennutzungsplan als Erweiterung für den Gemeindefriedhof vorgesehen. Ebenso das Areal, auf dem sich die Tennisanlage befindet. Diese aber wird noch viele Jahre bestehen bleiben – der Umzug der Tennisplätze inklusive Vereinsheim ist erst als zweiter Bauabschnitt im Zuge der Erweiterung des Sportzentrums geplant. Mit dem ersten Bauabschnitt soll in den nächsten Jahren begonnen werden.

Dass der Bedarf an mehr Friedhof groß ist, hängt mit dem Zuzug und Wachstum der Gemeinde Poing zusammen, erläuterten Landschaftsarchitekt Bauer und Bauamtsleiterin Wirth. Nicht nur wegen der Zunahme an Einwohnern, sondern auch dadurch, dass Bürgerinnen und Bürger verstorbene Verwandte nach Poing umbetten lassen, um die (Urnen-)Gräber hier pflegen zu können.

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