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Variante 1: Die öffentliche Toilette (kleines rotes Rechteck) ist direkt an der Bürgerstraße (gegenüber des City Centers II) platziert.

Neue Ortsmitte

Mehrgenerationen-Spielplatz und WC

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Wie kann mehr Leben in die Bude, sprich: in die neue Ortsmitte von Poing gebracht werden? Darüber wird seit Jahren diskutiert. Jetzt wurden erstmals konkrete Pläne für eine Umgestaltung präsentiert.

Poing – Nach Jahren der Diskussionen und Überlegungen, nach mehreren Workshops und Infoveranstaltungen liegen jetzt erstmals konkrete Pläne vor, wie die neue Ortsmitte von Poing umgestaltet und belebt werden könnte. Auf der Westseite, an der Bürgerstraße (Richtung City Center II), ist ein Mehrgenerationen-Spielplatz vorgesehen. Mit Bäumen rundherum und Sitzgelegenheiten. Ein Teil für Kinder ab vier Jahren, der andere Teil für Erwachsene. Für diesen sind unter anderem eine Boule-Bahn, ein Schachfeld sowie Fitnessgeräte vorgesehen.

Der östliche Teil der Ortsmitte bleibt in etwa so, wie er ist: Ein Platz für Veranstaltungen und den freitäglichen Wochenmarkt. Der graue Asphaltboden wird nicht verändert. Die bestehenden Holzhütten werden wohl ebenfalls bleiben. Ob tatsächlich an der jetzigen Stelle, oder an anderer, darüber konnten sich die Ausschussmitglieder nicht einigen.

Variante 2: Hier liegt die öffentliche Toilette zentraler. In beiden Entwürfen bleibt der Wochenmarkt im Osten des Platzes. Das große rote Gebäude rechts oben ist die Kreissparkasse.

Eines werde laut Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) auf keinen Fall passieren: Dass der Stand, an dem Getränke ausgeschenkt werden, dauerhaft, über den Wochenmarkt hinaus, geöffnet sein wird. „Das wird kein ständiger Kiosk“, betont Hingerl. Er berichtete außerdem, dass das Ordnungsamt der von der Marktgilde vorgebrachten Idee, den Wochenmarkt entlang der Bürgerstraße aufzustellen, eine Absage erteilt hat. Wegen der privaten Parkplätze des City Centers und wegen des Busverkehrs sei es unmöglich, die Straße für die Dauer des Wochenmarktes zu sperren.

Auf alle Fälle neu sein wird eine öffentliche Toilettenanlage, die nahe des Secondhand-Ladens des Familienzentrums an der Bürgerstraße errichtet werden soll. Ersten Schätzungen zufolge dürften die Kosten für Aufbau und Unterhalt im sechsstelligen Bereich liegen, hieß es am Dienstagabend in der Bauausschuss-Sitzung des Gemeinderates. Über den genauen Standort konnten sich die Ausschussmitglieder noch nicht einigen. Ebenso wenig darüber, welcher der beiden Entwürfe, die Landschaftsarchitekt Max Bauer (Wörth, Kreis Erding) vorgelegt hat, der Favorit ist.

Für Ludwig Berger und Eva-Maria Saam (beide CSU) sind die Pläne nicht ausgefeilt genug. „Ich vermisse ein Konzept für die Belebung“, sagte Berger. Saam kritisierte, dass weder eine Kostenschätzung noch ein Zeitplan vorliegen. Außerdem sei noch keine Infrastruktur zu erkennen, wie sie für Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte notwendig wäre.

Bürgermeister Hingerl entgegnete, dass es zu früh sei für Details: „Ein Gesamtkonzept kann es heute noch nicht geben.“ Die jetzigen Entwürfe sollen Grundlage sein für weitere Diskussionen und Vorschläge, die Landschaftsarchitekt Bauer einfügen soll.

Über eines sind sich alle Ausschussmitglieder einig: Als Blickfang soll an zentraler Stelle ein Kunstwerk aufgestellt werden. Ob es sich dabei um einen Brunnen handelt oder um eine Skulptur – auch das wird erst später entschieden.

Ebenfalls fest steht, dass die Toilettenanlage kein plumpes Klohäuschen wird, weil es schließlich in der neuen Ortsmitte, unweit des S-Bahnhofs, stehen und somit gut sichtbar sein wird. „Es muss ein ansprechendes Äußeres haben“, sagte SPD-Fraktionssprecher Peter Maier in der Ausschuss-Sitzung. Er trägt die Entscheidung mit, obwohl er ein öffentliches WC auf Kosten der Gemeinde eher kritisch sieht. Zum einen, weil die Deutsche Bahn sich nicht darum kümmere, am nahegelegenen S-Bahnhof ein solches Objekt einzurichten, zum anderen fürchtet Maier Vandalismus.

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