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Informationen zum nächsten Neubaugebiet W7: Am Freitagabend informierten Gemeindeverwaltung und Stadtplaner über die Planungen zu Poings Zukunft. 

Bürgerversammlung  

Mehr Verkehr in Poing: Lösungen gesucht

Thema Nummer 1 beim Wachstum der Gemeinde Poing ist der Verkehr. Wie kann der Zuzug in den Neubaugebieten aufgefangen werden, ohne dass es zum Kollaps kommt?  Ein Mobilitätskonzept soll Antworten bringen.

Poing – Eine Umgehungsstraße im Norden, zwischen Poing und Pliening, das wäre die einzig richtige Entlastung. Dieser Meinung sind einige Anwohner des Westrings. Sie befürchten, dass durch die beiden nächsten Neubaugebiete W7 und W8, in denen Wohnraum für jeweils 2000 Menschen geschaffen wird, der Verkehr sowohl in ihrer Straße als auch in der angrenzenden Bergfeldstraße viel zu viel wird. Zumal der Bring- und Holverkehr für das neue Gymnasium (entsteht im W7) hinzukomme sowie An- und Abfahrten hin und von der Vierfach-Turnhalle des Gymnasiums, die nachmittags und abends auch dem Breitensport zur Verfügung stehen soll.

Sowohl in der Bürgerversammlung am Donnerstagabend als auch in der Informationsveranstaltung zu den Planungen für das W7 am Freitagabend (beide Male in der Aula der Anni-Pickert-Schule) wurden Bedenken vorgetragen.

Am Freitag erläuterte der von der Gemeinde für das W7 beauftragte Stadtplaner das Konzept für das nächste Neubaugebiet und erklärte, mit welchen Maßnahmen die Bergfeldstraße ihren derzeitigen Charakter einer Umgehungsstraße verlieren soll. Geplant ist unter anderem eine größere Insel in der Mitte der Straße, auf Höhe der neuen Grundschule. Gegenüber davon, auf der anderen Straßenseite, wird das Gymnasium sein. Außerdem ist nördlich entlang der Bergfeldstraße ein „Aktivband“ geplant mit öffentlichen Flächen und Plätzen. Damit einher gehen soll eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Bergfeldstraße.

Eine Umgehungsstraße, wie von Anwohnern gefordert, sei nicht so einfach zu realisieren, erläuterte Bürgermeister Albert Hingerl in der Bürgerversammlung. Zumal die Gemeinde Poing selbst diese gar nicht bauen könne, da es sich um eine übergeordnete Straße handeln würde. In solchen Fällen sei generell eine gemeinsame Lösung mit den Nachbargemeinden notwendig, doch interkommunale Zusammenarbeit sei oftmals schwierig, sagte Hingerl.

Nichtsdestotrotz haben sich vergangenes Jahr mehrere Gemeinden aus den Landkreisen Ebersberg (darunter Poing und Pliening), Erding und München zusammengeschlossen, um gemeinsam ein überregionales Verkehrskonzept zu entwickeln. Der Auftrag für einen Sachstandsbericht sowie zur Erarbeitung von Lösungen ist bereits erteilt. „Wir müssen abwarten, was da herauskommt“, sagte Hingerl. Auf Basis dessen könne man weiter arbeiten.

Unabhängig davon plant die Gemeinde Poing ein eigenes Mobilitätskonzept aufzustellen. Ein erster Workshop sei für den 8. Juni geplant, so der Bürgermeister. In diesem Konzept soll es nicht nur um Straßen und Autos gehen, sondern auch um den Öffentlichen Nahverkehr sowie um alternative Mittel der Fortbewegung (E-Autos, E-Bikes, Fahrräder).

Schon in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 3. Mai, wird der Antrag von Marita Resch auf der Tagesordnung stehen, den sie in der Bürgerversammlung gestellt hat. Die Formulierung: Die Verwaltung möge „baldmöglichst geeignete Maßnahmen ergreifen, dass die Geschwindigkeit im Westring und in der Bergfeldstraße deutlich reduziert wird“. Nach Beobachtungen von Resch, die am Westring wohnt, halten sich viele Auto- und andere Fahrzeugführer nicht an das geltende Tempolimit. Weder auf dem Westring (30 km/h), noch auf der Bergfeldstraße (30 bzw. 50 km/h).

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