Ein Mann und eine Frau.
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Jugendpflegerin Martina Venus und Bürgermeister Thomas Stark präsentieren Poings neue Mitmach-App.

Neue Aktion

Mitmach-App: Digitaler Treffpunkt für Poings Jugendliche

  • Raffael Scherer
    VonRaffael Scherer
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Damit Jugendliche besser informiert werden und mitreden können, hat die Gemeinde Poing die kostenfreie Mitmach-App PLACEm gestartet. Titel: „Jugend in Poing“.

Poing – „Influencen“ bedeutet einflussnehmen, erklärt die Poinger Jugendpflegerin Martina Venus. An diesem Tag hat sie etwa ein Dutzend Mal einen Vortrag über Soziale Medien gehalten, unter anderem in der Anni-Pickert-Schule. Aus gutem Grund: Die Gemeinde Poing möchte den rund 2000 im Ort lebenden Jugendlichen die Möglichkeit geben, mehr mitzuentscheiden. „Auch du bist Influencer“ ist daher das Motto, unter dem Venus den Schülern die Smartphone-App PLACEm vorstellt.

In Poing leben rund 2000 Jugendliche

Dort können die Jugendarbeiter Umfragen starten und die Heranwachsenden abstimmen lassen. Etwa wann, wohin und welche Ausflüge im Ferienprogramm unternommen werden sollen. Zum Beispiel für die nahenden Herbstferien, welche sich rund um das Motto „Medien“ drehen – inklusive eines Besuchs in den Bavaria Filmstudios. Hier startet bald die Umfrage, welche Kinofilme die jungen Poingerinnen und Poinger sehen möchten.

Ideen hochladen und auf Schäden aufmerksam machen

Doch die App kann noch mehr: Kinder und Jugendliche können selbst Vorschläge hochladen oder die Gemeinde auf Missstände aufmerksam machen: „Wenn beispielsweise an der Skateanlage etwas kaputt ist, drückt man in der App einfach auf die Glühbirne und postet ein Foto davon“, erklärt Venus. Das Ganze laufe völlig anonym und datenschutzkonform, betont sie.

Auch über lokale Veranstaltungen soll die App ihre Benutzer immer auf dem neuesten Stand halten: „Die Jugend ist digital, Umfragen und Ankündigungen in einem Gemeindeblatt liest kein Jugendlicher“, weiß Bürgermeister Thomas Stark. Zum analogen Kummerkasten sei PLACEm nun die digitale Ergänzung, um die Jugendpolitik „maßschneidern“ zu können.

In ganz Poing: Schilder mit QR-Codes

An den Schulen, dem Jugendzentrum und an vielen weiteren Stellen in Poing (Bergfeldsee, Bergfeldpark, Skateanlage, Marktplatz) hängen künftig Schilder und Flyer mit QR-Codes, über welche sich jeder die App kostenlos downloaden kann. Hier kann man dann direkt Teil werden im Place mit dem Namen „Jugend in Poing“.

„Es ist eine Beteiligungsapp, mit der wir der Jugend zeigen wollen, dass sie Einfluss nehmen kann, auch bei kleinen Entscheidungen“, schließt Venus ihren Vortrag. Sie sieht lächelnd auf ihrem Handy, wie sich immer mehr Menschen in der App anmelden.

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