Porträt eines Mannes.
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Ludwig Berger ist seit 25 Jahren im Gemeinderat.

Abschied

Nach 25 Jahren: Ludwig Berger (CSU) verabschiedet sich aus Gemeinderat Poing

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Im Poinger Gemeinderat endet eine Ära: Nach 25 Jahren hört Ludwig Berger (CSU) auf. Am heutigen Donnerstag ist seine letzte Sitzung.

Poing – Nach 25 Jahren ununterbrochen im Gemeinderat Poing hört Ludwig Berger auf: Der 68-Jährige wird heute, Donnerstag, 22. April, zum letzten Mal an einer Sitzung teilnehmen, danach ist Schluss mit ehrenamtlicher politischer Tätigkeit. Die Sitzung findet in der Dreifachhalle des Sportzentrums statt und beginnt um 18.30 Uhr.

Ludwig Berger, der jahrelang Vorsitzender der CSU-Fraktion war und einmal Bürgermeisterkandidat, ist nach Forstinning gezogen. Aus diesem Grund gibt er sein Amt als Gemeinderat auf. Nachfolgerin wird Veronika Reischl sein, die bei der Kommunalwahl 2020 die Nächstplatzierte auf der Ergebnisliste der CSU war.

Poing: Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat

Eigentlich habe er schon vergangenes Jahr vorgehabt, nicht mehr für den Gemeinderat zu kandidieren, erzählt Berger. Auf Bitten unter anderem des jetzigen Bürgermeisters Thomas Stark habe er sich doch anders entschieden. Stark (parteilos) war für die Liste der Poinger CSU angetreten und hat die Bürgermeisterwahl vor einem Jahr gewonnen. Dass der ehemalige Geschäftsleiter des Rathauses überhaupt Bürgermeisterkandidat wurde, ist auf Ludwig Berger zurückzuführen. „Das war vielleicht meine beste Idee überhaupt“, sagt der 68-Jährige im Rückblick auf 25 Jahre Kommunalpolitik. Eines Nachts sei ihm eingefallen, er könnte doch mal Thomas Stark fragen, der während der gesamten 20-jährigen Amtszeit von Vorgänger Albert Hingerl (SPD) dessen Referent sowie eben Geschäftsleiter war. Das Ergebnis ist bekannt: Stark sagte zu und gewann in Stichwahl gegen Reinhard Tonollo (SPD), der seit einem Jahr Poings 2. Bürgermeister ist.

Ehrenamtlich in Politik und Verein

In ein Bürgermeisteramt hat es Ludwig Berger nie geschafft. Als Kandidat verlor er 2006 gegen Amtsinhaber Albert Hingerl. Die Rolle des 2. Bürgermeisters blieb zu dessen gesamter Bürgermeisterzeit bei Franz Langlechner. Er ist nun das dienstälteste Mitglied in der CSU-Fraktion.

Es dürfte nicht viele Menschen geben, die so verwurzelt mit Poing sind, wie Ludwig Berger. Hauptberuflich war er von 1974 bis zur Pensionierung im Jahr 2012 Beamter der örtlichen Polizeiinspektion. Ehrenamtlich 25 Jahre im Gemeinderat, dazu zahlreiche Vereinstätigkeiten. Insbesondere für den Poinger Tennisclub. Dort war er Mitte der 1980er-Jahre Platzwart und hat beim Bau der Vereinsanlage und -hütte mitgeholfen. Rund 20.000 ehrenamtliche Stunden, schätzt er. Zusammen mit einer Gruppe von 20 bis 30 Leuten.

Rein räumlich ist Poing für Ludwig Berger jetzt Geschichte, gedanklich freilich nicht. Gerne und immer wieder erinnert er sich an die Poinger Zeiten.

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