Bislang gemeldete Schäden

Erdbeben in Poing: Risse an Wänden und Fliesen

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Fünf Tage nach dem Erdbeben in Poing mit der Magnitude 2,0 sind bislang zehn Schäden gemeldet worden. Das teilte Bürgermeister Albert Hingerl mit.

Poing – „Es handelt sich überwiegend um Risse im Putz beziehungsweise an Fliesen“, so der Bürgermeister auf Anfrage unserer Zeitung. Er werde die Schadensmeldungen an die Bayernwerk Natur GmbH weiterleiten.

Das Energieunternehmen betreibt die Geothermie-Anlage, die seit den beiden Erdbeben von Dezember 2016 und jenem vom Samstag, 9. September, in den Fokus gerückt ist. 

Wissenschaftlich ist noch ungeklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen der Anlage und den Beben gibt, viele Vermutungen gehen aber in diese Richtung. Auch manche Geophysik- und Erdbebenexperten sind der Meinung, dass die Indizien für eine Verbindung sprechen.

Die Branche wartet auf ein Gutachten des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik in Hannover, das Klarheit über die Ursache der Poinger Beben schaffen soll. Das Ergebnis soll in den nächsten Wochen vorliegen.

Nach einer Gesetzesänderung von 2016 müssen Betreiber von Geothermieanlagen in Schadensfällen nachweisen, dass sie nicht der Verursacher sind. Dafür fordert der Gesetzgeber an allen Standorten Anlagen für Seismikmessungen.

Rubriklistenbild: © Westermann (Symboldbild)

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