Parkplatz
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88 Parkplätze stehen jetzt auf der Südseite des S-Bahnhofs Poing zur Verfügung.

Provisorium

Nach zwei Jahren: Pendlerparkplatz am S-Bahnhof Poing-Süd wieder offen

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Nach über zwei Jahren gibt es auf der Südseite des S-Bahnhofs Poing wieder einen Pendlerparkplatz. In ein paar Jahren soll dort ein Parkhaus gebaut werden.

  • Nach über zwei Jahren: Endlich wieder Pendlerparkplätze auf der Südseite des Poinger S-Bahnhofs.
  • Provisorium, bis ein Parkhaus gebaut wird.

Kein Hinweisschild zeigt auf den neuen, provisorischen Pendlerparkplatz auf der Südseite des S-Bahnhofs Poing. So ist es kein Wunder, dass nur wenige Autos dort stehen – und stattdessen, wie schon in den vergangenen zwei Jahren, viel mehr in den Seitenstraßen auf der Südseite des Bahnhofs. Während der Bauzeit der neuen Unterführung war der Pendlerparkplatz auf der Südseite geschlossen.

Leicht zu übersehen, weil kein Hinweisschild

Jetzt, sechs Monate nach der Eröffnung der Fuß- und Radunterführung, hat die Gemeinde den Platz hergerichtet und wieder eröffnet. Die Einfahrt befindet sich an der Bahnhofstraße, gleich nach der dortigen Apotheke. Wie die Gemeinde Poing auf ihrer Internetseite informiert, stehen 88 Parkplätze zur Verfügung, davon vier als Behindertenparkplätze. Allesamt kostenlos, wie im Parkhaus auf der Nordseite des Bahnhofs.

Die Gemeinde hat die Fläche im Süden provisorisch angelegt, bis der Bebauungsplan für das Areal umgesetzt wird. Das dauert noch einige Jahre, Verwaltung und Gemeinderat befinden sich erst in der Anfangsphase.

Von der Bahnhofstraße geht es rechts auf den Parkplatz.

Im September sind im Bauausschuss des Gemeinderates erstmals Vorschläge für die Gestaltung der Südseite des Bahnhofs (inklusive Bahnhofstraße) präsentiert und diskutiert worden (wir berichteten). Die von der Gemeinde beauftragte Dragomir Stadtplanung GmbH aus München hatte drei Varianten vorgelegt – bei allen ist auf der Fläche, auf der jetzt der Parkplatz angelegt ist, ein Parkhaus eingezeichnet. Dieses wird von allen Gemeinderatsfraktionen befürwortet. Damit mehr Platz geschaffen wird für Autos von Pendlern, die auf dieser Seite nicht nur aus Poing-Süd, sondern auch aus umliegenden Gemeinden kommen. Das Parkhaus soll gleichzeitig Lärmschutz sein für die Anwohner der Bahnhofstraße. Für die dortige Häuserzeile sehen die Planungen eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe vor, wie sie schon jetzt vorhanden ist.

Drei Varianten für Neugestaltung der Bahnhofstraße

An der Unterführung selbst könnte nach Ansicht der Stadtplanerinnen kleine Läden und ein Café situiert werden. Was mit dem Bahnhofskiosk passiert, der im alten Bahnhofsgebäude untergebracht ist, darüber wird der Gemeinderat noch diskutieren müssen.

Ebenso über die Planungen bzw. die Vorschlagsvarianten an sich: Wie Bürgermeister Thomas Stark in der Bauausschusssitzung im September sagte, handle es sich bei der Neuplanung der Südseite des S-Bahnhofs um ein Projekt, das auf die nächsten Jahrzehnte ausgerichtet sein wird. Allein schon aufgrund der behördlichen Wege und Verfahren. Hierzu zählt auch die sogenannte Entbehrlichkeitsprüfung: Die Gemeinde schlägt der Deutschen Bahn (Eigentümerin der Grundstücke zwischen Bahnsteig und Bahnhofstraße) vor, was auf welchen Flächen geplant ist. Die Bahn muss dann entscheiden, ob und welche Grundstücke sie hierfür entbehren kann.

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