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50 unter fairen Bedingungen hergestellte Fußbälle hat die Gemeinde Poing vergangenes Jahr angeschafft. Bis auf ein Kriterium erfüllt die Kommune mittlerweile alle Voraussetzungen für den Titel „Fair Trade Town“. 

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Nächster Halt „Fair Trade Town“

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Bis auf ein Kriterium hat die Gemeinde Poing alle Voraussetzungen für den Titel „Fair Trade Town“ erfüllt. Die Lücke soll heuer geschlossen werden. 

Poing – Ein Kriterium muss die Gemeinde noch erfüllen, um offiziell den Titel „Fair Trade Town“ tragen zu dürfen: Fair gehandelte Produkte bzw. Bildungsaktivitäten zum Fairen Handel in zwei öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereine oder Kirchen anbieten bzw. durchführen. Dies soll laut Gemeindeverwaltung in diesem Jahr erfolgen, sodass das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden kann. So steht es im Umwelt- und Klimaschutzbericht 2017 der Gemeinde Poing, den die Verwaltung nun veröffentlicht hat.

Der Titel „Fair Trade Town“ wird vom Verein Transfair an Städte und Gemeinden vergeben, die gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördern. Der Gemeinderat hat bereits am 6. Oktober 2016 beschlossen, dass sich Poing für das Projekt bewirbt und hat hierfür den Startschuss gegeben.

Von den Kriterien hat die Gemeinde – bis auf das eingangs erwähnte – alle im Jahr 2017 erfüllt. Im Umwelt- und Klimaschutzbericht wird aufgelistet: Gründung einer Steuerungsgruppe mit Teilnehmern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Privat sowie der Gemeindeverwaltung; fair gehandelte Produkte in mindestens vier Einzelhandelsgeschäften und zwei Gastronomiebetrieben (Rewe- und Edeka-Markt, Drogeriemarkt dm, Weltladen in der Christuskirche, Biomarkt Eschelbacher sowie die Gastronomiebetriebe Poinger Einkehr, Subway und Biomarkt Eschelbacher); mindestens vier Artikel in den Medien.

Darüber hinaus organisierte der Weltladen in der Christuskirche ein „Faires Frühstück“, und die Steuerungsgruppe startete die Aktion „Fair Play“ in Kooperation mit dem TSV Poing. Die Gemeinde gab 50 fair gehandelte und produzierte Fußbälle in Auftrag, die der TSV an seine Mannschaften verteilte. Den Grundschulen wurden insgesamt 16 dieser Fußbälle zur Verfügung gestellt.

Ebenfalls im Jahresbericht erwähnt wird der Energie- und Umweltbeirat, der sich aus rund 20 Mitgliedern zusammensetzt. Dieser hat 2017 den „Kinder-Energie-Tag“ initiiert und umgesetzt, außerdem ist er im Projekt „Fair Trade Town“ involviert.

Keinerlei Interesse gab es laut Bericht im vergangenen Jahr am Förderprogramm der Gemeinde Poing zur rationellen Energienutzung. Hier unterstützt die Kommune Altbausanierungen im privaten Bereich. Welche Maßnahmen wie gefördert werden, ist auf der gemeindlichen Internetseite einsehbar, unter www.poing.de/bauen-umwelt/energie-klima/foerderrichtlinie.html. 2017 ging bei der Verwaltung kein einziger Förderantrag ein.

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