Eine Frau steht an einem Zaun.
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Einrichtungsleiterin Annalena Rutzmoser begrüßte zum Neustart des ältesten Kindergartens in Poing am Endbachweg insgesamt sieben Kinder.

Ersatz ist fertig

Neubau katholischer Kindergarten am Endbachweg Poing: Endlich Leben im Maulwürfshügel

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Poings ältester Kindergarten ist wieder offen: der katholische Kindergarten am Endbachweg. Nach Monaten mit internen Problemen und Bauverzögerungen ist nun der Neustart gemacht.

Poing – Was wäre das für ein Fest gewesen: Der älteste Kindergarten Poings wiedereröffnet nach drei Jahren, in denen er in einem Provisorium untergebracht war, in einem komplett neuen Gebäude. In diesem ist Platz für 100 Mädchen und Buben (vier Gruppen mit je 25 Kinder). Aus zwei Gründen hat der katholische Kindergarten am Endbachweg, der am 1. Mai 1969 eingeweiht wurde, seinen Betrieb vorerst aber nur klein und leise aufgenommen. Erstens ist wegen Corona derzeit kein Fest möglich, zweitens: Der Kindergarten musste nach internen Problemen beim alten Personal (zahlreiche Mitarbeiterinnen hatten zeitgleich gekündigt) im August 2020 vorübergehend geschlossen werden. Die Kinder, die damals die Einrichtung besuchten, wurden auf andere Kindertagesstätten in Poing verteilt.

Bunt und klar strukturiert: Der weite Flur im Maulwurfshügel.

Jetzt ist alles auf neu. Am 1. Juni eröffnete der Neubau am Endbachweg – mit vier Mädchen und drei Buben. Im September, zum Start des neuen Kindergartenjahres, werden weitere folgen, sodass eine zweite Gruppe eröffnet wird, berichtet die neue Leiterin Annalena Rutzmoser. „Das gesamte Team hat schon seit mehreren Wochen auf die Eröffnung hingefiebert. Wir waren voller Motivation und Vorfreude vor dem ersten Kita-Tag. Die Kinder waren genauso gespannt und aufgeregt wie wir und haben mit lauter Begeisterung das neue Haus erkundet“, berichtet die 23-Jährige. „Wir hatten einen sehr gelungenen Start.“

Der älteste Kindergarten Poings ist jetzt neu- und wiedereröffnet.

Am ersten Tag wurden mit den Kindern „Momenten-Sammler-Schatztruhen“ gebastelt. Jedes Kind kann in seine persönliche Schatztruhe Erinnerungsstücke aus der Kindergartenzeit aufbewahren: einen schönen Stein aus dem großen Garten, ein Foto von einem Kindergartenfest oder andere Dinge.

Wenn es corona-bedingt wieder möglich ist, soll der neue Kindergartenbau tatsächlich mit einem Fest gefeiert werden, kündigt Leiterin Annalena Rutzmoser an.

Blick von außen auf den Kindergarten.

Das innen sehr helle Gebäude, das am Endbachweg auf der Südseite des Bahndamms an gleicher Stelle steht wie das alte, ist unter einem Erdwall errichtet, der als Lärmschutz vor der daneben verlaufenden Bahnlinie dient. Ein Kindergarten wie in einem Maulwurfshügel. Ein Konzept, das aufgeht: Im Inneren ist nichts von den vorbeifahrenden S-Bahnen und anderen Zügen zu hören.

Poing: Kindergarten sucht noch nach Personal

Die insgesamt vier Gruppenräume sind nach Süden ausgerichtet, hin zum großen Garten. Neben der blauen Gruppe, die seit 1. Juni in Betrieb ist, wird zum neuen Kindergartenjahr ab September die gelbe Gruppe starten. Laut Einrichtungsleiterin Rutzmoser sind für das neue Kigajahr derzeit rund 30 Mädchen und Buben angemeldet. Eine Anmeldung ist weiterhin möglich, Infos hierzu gibt es im Internet unter www.kita-verbund-poing-anzing-forstinning.de. „Wir freuen uns über jede Anmeldung“, sagt Annalena Rutzmoser. Nicht nur darüber, sondern auch über Bewerbungen: „Wir sind weiterhin auf der Suche nach einer/einem Erzieher/in, pädagogischen Fachkraft oder Kindheitspädagogen/in.“

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