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Der Weg führt nach Osten: In Richtung Endmoräne (im Hintergrund) sollen neue Fußball- und auch Tennisplätze geschaffen wer den. 

Erweiterung Sportzentrum

Neue Himmelsrichtung

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Die Gemeinde Poing plant die Vergrößerung des Sportzentrums, unter anderem für zusätzliche Fußballplätze. Der genaue Zeitpunkt hierfür steht noch nicht fest, wohl aber die Himmelsrichtung: Statt nach Norden soll in Richtung Osten erweitert werden.

Poing – Während die Gemeinde Poing wächst und wächst und die Weichen für die beiden noch ausstehenden Neubaugebiete gestellt hat (hier wird Wohnraum geschaffen für rund 4000 Menschen), herrscht am Sportzentrum Stillstand. Ein Umstand, den insbesondere der Vorsitzende des TSV Poing, Robert Rieger, immer wieder kritisiert. Insbesondere, weil der Andrang von Kindern auf die Fußballnachwuchsmannschaften groß ist, benötige man mehr Trainingsmöglichkeiten im Freien, sprich: Fußballplätze. In den vergangenen Jahren war dies immer wieder Thema im Gemeinderat, unter anderem kam die Überlegung auf, an der Kirchheimer Allee einen Ausweich-Trainingsplatz zu errichten. Diese Idee ist allerdings wieder in der Schublade verschwunden.

Jetzt bahnt sich eine große Lösung an, die Bürgermeister Albert Hingerl erstmals beim Neujahrsempfang öffentlich angesprochen hat: die Erweiterung des Sportzentrums nach Osten, zur Endmoräne hin. Der Vorteil: Die Grundstücke gehören der Gemeinde Poing. Um diese Ausweitung zu realisieren, muss zunächst der alte Flächennutzungsplan sowie der Bebauungsplan für das Areal geändert werden. In den Unterlagen ist eine Erweiterung des Sportgeländes in Richtung Norden, zu Ottersberg hin, eingezeichnet. Daraus aber wird nichts, wie Hingerl erläutert. „Wir kommen hier nicht weiter“, sagt er. Mit „hier“ meint er die Grundstücksverhandlungen. Die Flächen Richtung Ottersberg sind in Privateigentum.

Deshalb orientiert sich die Gemeinde nun in eine andere Himmelsrichtung – auf Flächen, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden. Auf einem Teil davon befinden sich seit vergangenem Sommer Parzellen für private Hobbygärtner, eine Aktion des Gartenbauvereins in Zusammenarbeit mit einem Landwirt aus Angelbrechting.

Ein Konzept für die Erweiterung gibt es noch nicht, damit werden sich Verwaltung und Gemeinderat noch beschäftigen. Angedacht sind nicht nur weitere Fußballfelder, sondern auch Platz für Tennisplätze. Denn: Die Tennisanlage befindet sich laut Flächennutzungsplan auf einem Areal, das für die Erweiterung des Gemeindefriedhofs vorgesehen ist. Handlungsbedarf hierfür gibt es aktuell zwar keinen, doch mit dem Bevölkerungswachstum steigt über kurz oder lang auch die Zahl derer, die eine Grabstelle benötigen. Genau so, wie mit dem Bevölkerungswachstum die Zahl derer steigt, die im Verein Fußball oder Tennis spielen wollen. Für beide Fälle will die Gemeinde in absehbarer Zeit mehr Platz schaffen.

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