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Seit zwei Jahren ist Selina Vossler als „Selina I.“ Poings Erdbeerkönigin. Bald endet ihre Amtszeit, der Kulturkreis sucht jetzt nach Bewerberinnen für die Nachfolge.

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Wer wird Selinas Nachfolgerin?

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Nach Nicky I. und Selina I. sucht der Kulturkreis Poing jetzt die 3. Erdbeerkönigin. Die Noch-Amtsinhaberin hat in den vergangenen zwei Jahren knapp 30 Auftritte absolviert. Rückblickend sagt Selina Vossler: „Es war eine wunderschöne Zeit!“

Poing – Auf Volksfesten, bei Königinnen-Treffen, auf der Grünen Woche in Berlin, oder in Südtirol: Selina Vossler ist in den vergangenen zwei Jahren als Erdbeerkönigin „Selina I.“ viel rumgekommen. Und sie hat jede Menge neue Leute sowie andere Feierkulturen kennengelernt. „Man glaubt gar nicht, was es alles gibt“, sagt sie schmunzelnd. Am schönsten sei aber der „Königinnen-Tag“ zuhause in Poing gewesen, den sie zusammen mit dem Kulturkreis, dessen 2. Vorsitzende sie mittlerweile ist, organisiert hatte. Nahezu 20 Königinnen aller Art aus ganz Bayern waren nach Poing gekommen – inklusive Besuch auf dem Volksfest. „Dieser Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben.“

Insgesamt hatte Selina Vossler 26 Auftritte, Anfragen habe es viel mehr gegeben. Alles ging aber nicht, weil die heute 20-Jährige ihre Ausbildung zur Kauffrau im Büromanagement absolviert hat, während ihrer Amtszeit standen die Prüfungen an. Dennoch spricht sie von einer „wunderschönen Zeit, die ich nicht missen möchte“, die sie als Erdbeerkönigin gehabt hat. Zwei Jahre hat ihre Amtszeit gedauert, jetzt sucht der Kulturkreis eine Nachfolgerin. Nach „Nicky I.“ (Nicky Haugg) und „Selina I.“ wird es die dritte ihrer Art sein. Die Krönung erfolgt am 8. Juli.

Bei ihren ersten Auftritten sei sie noch ziemlich nervös gewesen und mit zittriger Stimme auf der Bühne gestanden, erinnert sich Selina Vossler. Im Laufe der Zeit „habe ich gelernt, vor großen Menschenmengen zu sprechen“. Als Poinger Erdbeerkönigin kommt es immer wieder vor, dass man repräsentativ vor Publikum auftritt und spricht. „Mittlerweile ist das für mich ein Klacks“, sagt die 20-Jährige und lacht.

Ihre Ausbildung zur Kauffrau hat sie erfolgreich abgeschlossen, ihre Amtszeit als 2. Poinger Erdbeerkönigin neigt sich nun dem Ende entgegen. „Ich werde meine Nachfolgerin selbstverständlich unterstützen“, betont Selina Vossler. „Ich hoffe, dass sie die Amtszeit genau so genießt, wie ich es getan habe – und ich wünsche ihr, dass sie so viele Auftritte mitnimmt, wie sie kann.“

Hier hat die Noch-Amtsinhaberin einen sehr wertvollen Tipp: „Immer genug Blasenpflaster dabei haben. Denn manchmal bis zu zehn Stunden am Tag in High Heels rumzulaufen, ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Dass Poing eine Erdbeerkönigin hat, ist dem Verein Kulturkreis zu verdanken. Die Idee hatte der mittlerweile verstorbene Hans Morgenstern zusammen mit Steffen Rieger, der den Kulturkreis heute führt. Im Sommer 2015 wurde Nicky Haugg zur 1. Poinger Erdbeerkönigin gekürt.

Warum ausgerechnet die rote Frucht? „Ich lese immer wieder, dass es eine Spargelkönigin, eine Wein- und eine Bierkönigin gibt, aber keine Erdbeerkönigin. Weil wir in Angelbrechting große Erdbeerfelder zum Selberpflücken haben, bin ich auf diese Idee gekommen“, erzählte Hans Morgenstern damals. Also haben er und sein Team vom Kulturkreis die Wahl zur Erdbeerkönigin auf die Beine gestellt.

Bewerberinnen für die 3. Poinger Erdbeerkönigin müssen mindestens 18 Jahre alt sein und in der Gemeinde Poing wohnen. Kurzbewerbung mit Foto per E-Mail an kulturkreis-poing@web.de. Bewerbungsschluss ist der 4. Juni. Die Krönung findet am Sonntag, 8. Juli, beim Poinger Volksfest statt.

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