S-Bahnunterführung mit großer grauer Wand
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Die schräge Wand soll farbiger und sicherer werden, fordern die Grünen.

Diskussion um Gestaltung

Neue Unterführung S-Bahnhof Poing: Farben oder Pflanzen an die Wand

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Seit der Eröffnung Ende April wird über die neue Unterführung am Poinger S-Bahnhof rege diskutiert. Betonlastig, zu grau, kein schöner Anblick, heißt es. Was tun?

  • Die im April eröffnete neue Unterführung am S-Bahnhof Poing soll schöner werden
  • Gemeinderat diskutiert über Gestaltungsmöglichkeiten
  • Grüne fordern Bepflanzung von großer Wand

Weniger Grau, mehr Farbe: Das ist der Wunsch vieler Bürger und auch aller Gemeinderatsmitglieder in Bezug auf die neue Fuß- und Radunterführung am Poinger S-Bahnhof. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 17. September (Beginn: 18.30 Uhr im Feuerwehrhaus, Friedensstraße 1) wird die Verwaltung verschiedene Vorschläge und Anregungen für eine bessere Gestaltung präsentieren. Erste Ideen sind bereits vor den Sommerferien diskutiert worden, unter anderem soll das Bauwerk grüner bzw. bunter werden, insbesondere durch Bepflanzung.

Es ist abzusehen, dass eine so große Betonfläche Graffiti-Sprayer einladen wird.

Aus der Pressemitteilung der Gemeinderatsfraktion der Poinger Grünen.

Die Gemeinderatsfraktion der Grünen hat im Vorfeld der Sitzung ihre Gedanken und Überlegungen zusammengestellt. Darin heißt es unter anderem, dass die große schräge Wand auf der Nordwestseite umgestaltet werden müsse. „Derzeit wird sie von Kindern gern als gefährliche Rutschbahn genutzt“, schreibt Gemeinderätin Yvonne Großmann im Namen ihrer Fraktion (insgesamt fünf Mitglieder). Sie plädiert dafür, die Wand mit Pflanzen zu versehen. Auch aus einem anderen Grund: „Es ist abzusehen, dass ansonsten eine so große Betonfläche im Bahnbereich Graffiti-Sprayer einladen wird, dank der guten Erreichbarkeit auch den künstlerisch noch nicht so ausgereiften Nachwuchs.“

Im Gemeinderat werden Gestaltungsvorschläge diskutiert

In der Diskussion im Gemeinderat vor der Sommerpause kam neben einer Begrünung durch Pflanzen, die von oben herabhängen, auch die Möglichkeit zur Sprache, dass die Wand künstlerisch gestaltet werden könnte – durch ein professionelles Bild bzw. Graffito.

Grüne schlagen Gabionen vor

In der Sitzung damals wurde schon deutlich, dass eine Bepflanzung nicht einfach wird, da wegen des Untergrundes (unter der Unterführung befindet sich eine wasserdichte Wanne gegen das Eindringen von Grundwasser) keine Pflanzen/Bäume im Boden eingesetzt werden können. Dessen sind sich auch die Grünen bewusst, sie schreiben: „Man müsste die Kreativität und den Mut haben, eine eigene Lösung zu finden und umzusetzen.“ Ein Vorschlag der Gemeinderatsfraktion sind sogenannte Gabionen – mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, in denen sich Pflanzen und Substrat halten können. Wie an der Fuß-/Radunterführung Gruber Straße, beim Bürgerhaus.

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