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Mehr Verständnis füreinander wünscht sich Poings Bürgermeister Albert Hingerl.

Neujahrsempfang Poing

Mit Nachbarn noch mehr reden

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Mit den Nachbargemeinden noch mehr und besser reden - das war eine der Botschaften von Poings Bürgermeister Albert Hingerl beim Neujahrsempfang.

Poing – In seiner Neujahrsansprache hat Poings Bürgermeister Albert Hingerl nicht verhehlt, dass das Verhältnis zu den Nachbargemeinden Pliening und Vaterstetten derzeit angespannt ist. Wegen verschiedener Planungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Nachbarn haben. Insbesondere in Sachen Verkehr. Vaterstetten plant auf Parsdorfer Flur, zwischen A94 und Grub, einen großen Gewerbepark, Poing selbst mit W7 und W8 zwei weitere Neubaugebiete mit Wohnraum für insgesamt 4000 Menschen – und Pliening ärgert sich darüber, dass die beiden großen Gemeinden kein richtiges Verkehrskonzept hätten und die Neuansiedlung zu Lasten von Pliening geschehen würden, weil durch die Projekte eben auch dort der Auto- bzw. Durchgangsverkehr mehr werde.

Sowohl Plienings Bürgermeister Roland Frick als auch jener von Vaterstetten, Georg Reitsberger, waren am Sonntagnachmittag zum Neujahresempfang der Gemeinde Poing eingeladen und auch gekommen. Auch Landrat Robert Niedergesäß war da. Sie sowie die rund 300 anderen Besucher des Poinger Neujahrsempfangs in der Aula der Anni-Pickert-Schule hörten Hingerls Appell, „die richtige Wortwahl zu finden“. In Gesprächen, Diskussionen und im Umgang miteinander.

Deshalb, so Hingerl, sei einer seiner Wünsche für dieses Jahr: Dass die Nachbargemeinden besser miteinander reden. Zugleich betonte er, dass man unterschiedliche Ansichten und Ansinnen auch akzeptieren und Verständnis für den Nachbarn aufbringen müsse. Und, in Richtung Frick, sagte Hingerl: „Wenn wir eine Planung (für die Neubaugebiete, die Red.) machen, dann nicht, um Pliening zu ärgern.“

Man müsse gemeinsam versuchen, Lösungen zu finden. Ein erster Schritt in diese Richtung sei der Zusammenschluss von elf Gemeinden im Umkreis zusammen mit der Landeshauptstadt München für ein überregionales Verkehrsgutachten und -konzept.

In seiner Neujahrsansprache ging Hingerl außerdem im Schnelldurchlauf auf die wichtigsten aktuellen Projekte in Poing ein. Unter anderem nannte er den Neubau der Grundschule Karl-Sittler-Straße, der sich um ein Jahr verzögert und der um etwa zwei Millionen Euro teurer wird, als geplant. Außerdem blickte er auf die neue Unterführung am S-Bahnhof, den bevorstehenden Bau des Gymnasiums sowie auf mehrere Projekte für bezahlbare Mietwohnungen. Diese zu schaffen sei eine der größten Aufgaben, nicht nur für 2019, sondern darüber hinaus.

Neujahrsreden hielten auch die beiden Poinger Pfarrer Christoph Klingan (katholisch) und Michael Simonsen (evangelisch).

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