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Paaaaaaaartyyyyyyyyyyy! Fulminante „Lange Nacht der Musik“ in Poing

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Von: Raffael Scherer

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Leute am Abend auf einem Platz.
Unterm Mond tanzten und feierten gut 250 Menschen bei der Freiluftdisco. © Johannes Dziemballa

Gefühlt war am Samstagabend halb Poing unterwegs bei der Langen Nacht der Musik. Nach der Corona-Zwangspause wollten viele raus zu Livemusik aller Art und Disco.

Poing – Mit einem solchen Besucheransturm hatte das Jugendzentrum zur Langen Nacht der Musik nicht gerechnet: „Wir dachten, es kommen etwa wieder 30 bis 40 Zuschauer, wie üblich. Stattdessen haben wir 300 Eintrittsbänder verteilt“, erzählt Leiterin Kathi Schwab. Um 22 Uhr waren bereits Bier und Apfelschorle komplett ausverkauft.

Livekonzert
Die Band Gainesville spielte in den Opernwerkstätten. © Johannes Dziemballa

So erging es mehreren Veranstaltungsorten: Auch bei der Oldies Bar waren beim ersten Ton der Deutsch-Pop/Rock-Band Phonotom im Biergarten die Tische bereits komplett gefüllt. Viele Zuschauer blieben auf dem Bürgersteig stehen, nahmen ihre Kinder auf die Schultern und lauschten über die Hecke.

Karaoke
Karaoke-Night in der Orth-Garage. © Johannes Dziemballa

In den Werkstätten der Bayerischen Staatsoper war die Band Gainesville baff von den rund 50 bis 80 Zuhörern: „Vielen Dank, dass so viele Leute so weit raus gekommen sind“, sagte Sänger Detlef Wolff auf der Bühne. Sie hätten mitten unter Lastenkran, Farbspritzern auf dem Boden und Gemälden an den Wänden einen der schönsten Plätze der Langen Nacht bekommen, freute er sich: „So schön die Bühne ist, so unsicher waren wir aber auch, ob überhaupt jemand den Weg bis hier draußen (an der Gruber Straße, nahe des BayWa-Baumarkts, die Red.) auf sich nimmt.“ Besonders, weil es dieses Jahr wegen Corona vorsichtshalber keinen Shuttlebus gab, der die Bürgerinnen und Bürger zu den jeweiligen Konzerten fuhr.

Musikduo
Das Duo Ines mit Schuh aus Poing spielte in der Bücherei. © Johannes Dziemballa

Bunt erleuchtet war es an der OMV-Tankstelle. Nicht mit Scheinwerfern, sondern mit einer Lasershow und LED-Lichterketten bestückt, zog die Rockband „Brockhouse“ diverse Zuschauer in ihren Bann.

Frauentrio und ein Mann an der Zither.
Alpenländische Volksmusik mit dem Poinger Dreigesang und der Kirchheimer Zithermusik im Bürgerhaus. © Johannes Dziemballa

Egal ob ARGE-Baucontainer, wo ein Biergarten aufgebaut war mit Freibier und gratis Essen und wo die Musikkapelle Poing spielte, egal, ob alte und neue Kirche oder die Gemeindebücherei: Alle Musiker und Bands an den insgesamt 25 Spielstätten hatten reichlich Publikum.

Ein Skelett
Stargast bei der mobilen Disco: Der wahre DJ-Ötzi, DJ-Erfahrung seit 5300 Jahren. © Johannes Dziemballa

Auch am Bergfeldsee tummelten sich ab 18 Uhr Dutzende, um bei der mobilen Disco von DJ RetroRösl zu lauschen. Vom See bis zum Parkplatz tanzten die Menschen. Allein die Schlange vor dem Kiosk blieb kontinuierlich rund 20 Meter lang. Beschwerden? Fehlanzeige. Denn auch beim Anstehen ließ es sich gut mitsingen, mitschunkeln und feiern.

Musikkapelle
Die Musikkapelle Poing mit Dirigentin Angela Ebmeyer spielte im ARGE-Biergarten. © Johannes Dziemballa

Als die mobile Disco (ein Solar-/Elektro-Tuk-Tuk) dann schließlich an den Marktplatz umzog, waren die Poinger nicht mehr zu bremsen: Gefühlt die halbe Gemeinde (in der insgesamt rund 16.700 Menschen leben) tummelte sich bis Mitternacht dort, um gemeinsam Macarena zu tanzen oder laut zu Geier Sturzflugs „Pure Lust am Leben“ mitzusingen.

Mann mit Hut und Tuk-Tuk
Die mobile Disco: DJ RetroRösl mit seinem Tuk-Tuk. © Johannes Dziemballa

Bürgermeister Thomas Stark, der den ganzen Abend unterwegs war, merkte bei dem Anblick auf das Partyvolk am Marktplatz zufrieden an: „Genau so etwas hat Poing mal wieder gebraucht.“ Die Bürger hätten sich pandemiebedingt schon lange genug nach Gemeinschaft, Feiern, Spaß und Freiheit gesehnt. Da war die Lange Nacht der Musik nun genau das Richtige, um mal wieder ausgelassen zusammen zu kommen. „Poing ist keine Schlafstadt. Poing lebt!“, sagte Stark um Mitternacht am Marktplatz ins Mikrofon und dankte allen Beteiligten und Gästen, egal, wo sie in Poing Teil der Langen Nacht der Musik waren.

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