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30 Euro kostet es auf den Stellplätzen des City Centers, wenn man keine Parkscheibe eingelegt hat. 

Gemeinde schreibt Beschwerdebrief

Park-Ärger: Leidet das Ansehen der Gemeinde?

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Die Beschwerden von Bürgern über die Parküberwachung im Poinger City Center reißen nicht ab. Jetzt hat die Gemeinde einen Brief an die Betreibergesellschaft geschrieben. Der Gemeinderat fürchtet um das Ansehen Poings.

Poing – Im Namen der Gemeinde Poing und des Gemeinderates hat Bürgermeister Albert Hingerl erneut einen Brief an die Betreibergesellschaft der City Center I und II geschrieben mit der Bitte, die Parkraumüberwachung zu überdenken und nachzubessern. Auf das erste Schreiben vom 7. April sowie auf ein vorangegangenes Telefonat habe das Unternehmen nicht reagiert und die Kontrollen wie gehabt fortgesetzt, informierte Hingerl in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Seit Einführung der Kontrollen reißen die Beschwerden von Bürgern nicht ab.

30 Euro kostet es, wenn man die Parkdauer überschritten oder keine Parkscheibe eingelegt hat. Diese Gebühr erzürnt viele Kunden, die in den City Centern I und II einkaufen oder dort zum Arzt gehen. Wer sein Auto auf einem der privaten Stellplätze vor den Einkaufs-/Arztzentren oder in einer der Parkgaragen abstellt und die Regelung nicht einhält, muss Strafe zahlen. Anfang des Jahres hat die Betreibergesellschaft die private Parkraumüberwachung eingeführt, seitdem gibt es viele Beschwerden (wir berichteten). Das Unternehmen antwortet auf Anfragen unserer Zeitung immer wieder gleich: „Zu diesem Thema geben wir grundsätzlich keinen Kommentar.“

Hauptkritikpunkt ist die Höhe der anfallenden Strafe von 30 Euro. Diese sei unangemessen, heißt es immer wieder. „Die Beschwerdelage ist unverändert hoch“, berichtet Bürgermeister Hingerl.

In Gemeinderatssitzungen war die Parkkontrolle in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zuletzt hatte der Gemeinderat am 21. September in seiner öffentlichen Sitzung sein Unverständnis und seinen Unmut geäußert. Zitat aus dem aktuellen Brief an die City-Center-Betreiber: „Aus sicht des Gemeinderates ist die von Ihnen getroffene Regelung dem Ansehen der Gemeinde Poing in der Öffentlichkeit erheblich abträglich.“ Weiter: „Viele Beschwerdeführer haben schon angedroht, auf anderweite Einkaufsmöglichkeiten im Münchner Osten auszuweichen, sollten sich keine Besserungen zeigen. Insoweit sollten Sie bereits ein eigenes Interesse an einer Verbesserung der Situation haben.“

Der Gemeinde selbst sind die Hände gebunden, da sich die Parkflächen auf Privatgrund der beiden City Center befinden. Dennoch hoffen Hingerl und der Gemeinderat auf ein Einsehen bzw. Einlenken der Betreibergesellschaft.

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