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Vor zehn Jahre wurde die Pfarrei St. Michael 50 Jahre alt. Eigentlich hätte es zum 60. Geburtstag jetzt auch ein Fest geben sollen. Aber: Corona.

Kein Fest

1160 Jahre Poing, 60 Jahre Pfarrei St. Michael: So hätte es aussehen können

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Vor zehn Jahren fand die 1150-Jahrfeier von Poing statt, die Pfarrei St. Michael feierte 50. Geburtstag. Eigentlich hätte auch heuer gefeiert werden sollen. 

Poing – Was war das für ein Festjahr 2010: Die Gemeinde Poing feierte ihr 1150-jähriges Bestehen (heute, am 18. Juli, vor genau zehn Jahren, war Festumzug), die katholische Pfarrei St. Michael ihren 50. Geburtstag. Bierzelt, Festgottesdienst, hunderte Teilnehmer und Besucher – heute, in Zeiten von Corona, undenkbar. Gut, eine 1160-Jahr-Feier der Gemeinde Poing war eh nicht vorgesehen, aber ein Fest zum 60. Geburtstag der Pfarrei schon. Eigentlich. Ursprünglich war, wie vor zehn Jahren, ein „Bischofsgottesdienst“ geplant, erzählt Pfarrer Philipp Werner. 2010 hatte Weihbischof Bernhard Haßlberger zusammen mit dem damaligen Pfarrer Michael Holzner die Messe zelebriert. In einem Zelt auf jenem Platz, an dem heute die neue Pfarrkirche Seliger Rupert Mayer steht. Rund 500 Besucher waren gekommen.

Über 700 Teilnehmer hatte der historische Festumzug vor zehn Jahren zur 1150-Jahrfeier der Gemeinde Poing. 

Als Gründungstag der Pfarrei St. Michael gilt der 1. Juli 1960, als Poing eine selbstständige Pfarrei wurde. Bis dahin war sie Filialkirche der Pfarrei Anzing. Die Kirche St. Michael in Poing-Süd ist freilich schon viel älter. Erstmals in einem Dokument erwähnt wurde im Jahr 870 eine kleine Kapelle. 1052 wird die erste Steinkirche gebaut mit dem Turm, der im Laufe der Jahrzehnte immer wieder umgestaltet worden ist. Im Jahr 1946 hatte Poing mit Pfarrer Reinhold Fischer erstmals einen eigenen Seelsorger erhalten. In seiner Amtszeit wird die Kirche erweitert, da Poing in den 1950er-Jahren einen enormen Zuwachs an sudetendeutschen Bürgern erlebt.

Von 1967 bis 1997 betreute Pfarrer Alfons Langwieder die katholische Gemeinde, ihm folgte Michael Holzner, der Anfang 2016 vom Ordinariat versetzt wurde.

Nach Monaten ohne eigenen Pfarrer übernahm Christoph Klingan, der drei Jahre später, 2019, vom Ordinariat zum Generalvikar (Stellvertreter des Bischofs Reinhard Marx) berufen wurde. Seit September 2019 ist Philipp Werner Pfarrer von Poing.

„Ein Bischofsgottesdienst mit nur 74 Leuten, das wäre ja ein Gottesdienst nur für geladene Gäste gewesen“, sagt Werner über die einzige Möglichkeit, die es wegen Corona für einen Festgottesdienst gegeben hätte. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln wären Anfang Juli maximal 74 Besucher in der Kirche zulässig gewesen. Nein, sagt Poings Pfarrer, das wolle doch keiner. Deshalb habe die Pfarrgemeinde die Feierlichkeiten abgesagt. An den 60. Geburtstag gedacht und für die Pfarrei und insbesondere für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gebetet habe man dennoch, verrät Philipp Werner: Zusammen mit etwa zehn älteren Ministranten unternahm er eine Fahrradwallfahrt nach Maria Altenburg. „Dort haben die Ministranten selbst verfasste Fürbitten für Poing und die Pfarrgemeinde vorgelesen und wir haben gemeinsam als Dank für alle Mitwirkenden in der Pfarrei gebetet.“

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