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Auf Poing regnet‘s 26,4 Millionen Euro Steuernachzahlung. 

Steuernachzahlung

Geldsegen in Corona-Zeiten: Auf Poing regnet’s über 26 Millionen Euro

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Auch wenn die Corona-Krise die Wirtschaft arg beutelt, braucht die Poing keine großen Einbußen zu fürchten. Grund: eine Steuernachzahlung für 2014. 

Poing – Bereits Anfang März hatte der damalige Bürgermeister Albert Hingerl angekündigt, dass die Gemeinde Poing eine einmalige Gewerbesteuer-Nachzahlung „in zweistelliger Millionenhöhe“ erwarte. Einen Betrag nannte er damals nicht, jetzt aber ist das Geld auf dem Konto: 26,4 Millionen Euro. Diese Summe nannte die Verwaltung am Donnerstagabend in der Sitzung des Gemeinderates. Laut Bürgermeister Thomas Stark handelt es sich um eine Nachzahlung für das Jahr 2014. Geld, das Poing tut gut, insbesondere in Corona-Zeiten wie diesen.

Poing: einmalige Nachzahlung

Wegen der möglichen wirtschaftlichen Folgen der Krise rechnet die Verwaltung eigenen Angaben zufolge mit weniger Gewerbesteuereinnahmen als Anfang des Jahres angesetzt. In der Vorauskalkulation war mit gut 10,5 Millionen Euro gerechnet worden, aktuell sehe es nach rund 2,6 Millionen Euro weniger aus. Aber: Dank der 26,4 Millionen Euro kann die Gemeinde sowohl dieses Minus auffangen als einen Teil der Ausgaben und Investitionen wie den Neubau der Karl-Sittler-Grundschule, die beiden Bahnunterführungen (S-Bahnhof und Anzinger Straße) sowie das neue Schul-/Lehrschwimmbad. Hierfür greift die Gemeinde sowieso tief in den Säckel, was aktuell einen Schuldenstand von 24,5 Millionen Euro zur Folge hat.

Poing: Corona-Krise ohne große Auswirkungen

In der Gemeinderatssitzung gab die Verwaltung mit Bürgermeister Stark an der Spitze bekannt, dass erste Ankündigungen zeigen würden, dass es durch die Corona-Krise zu Rückgängen bei den Steuerbeteiligungen (Gewerbe- und Einkommenssteuer) kommen wird. „Bei der Gewerbesteuer ist Poing für das Steuerjahr 2020 vermutlich sogar stärker betroffen als die Steuerschätzung erwarten lässt – und vermutlich setzt sich dies auch 2021 fort“, heißt es in der Bekanntgabe. Der nächste Satz aber lautet: „Dennoch gibt es für die Gemeinde Poing derzeit kein Liquiditätsproblem.“ Der Gewerbesteuernachzahlung für das Steuerjahr 2014 sei Dank. „Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand deckt diese Mehreinnahme sowohl die aktuell zu erwartenden Steuerausfälle als auch die erhöhte Kreisumlage 2022 ab.“ Die Kreisumlage ist der Betrag, den Kommunen gemäß ihrer Größe und Wirtschaftskraft an den Landkreis zahlen.

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