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Endlich Wohlfühlatmosphäre: Die Stammgäste Sabrina Jendrysik (li.) und Mona Achenbach im Café des Familienzentrums.

Bürgerhaus Poing

Endlich leiser dank Akustikdecke

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Sechs Jahre nach der Eröffnung kann man es im Café des Familienzentrums im Poinger Bürgerhaus endlich aushalten: Neue Akustikdecken sorgen für viel weniger Lärm.

Obwohl an diesem Dienstagvormittag zahlreiche Mütter mit ihren Kindern im Café sind, ist es erstaunlich ruhig im Raum. „Endlich“, sagt Dagmar Walter erleichtert. Die 51-Jährige arbeitet seit fünf Jahren ehrenamtlich im Café des Familienzentrums im Erdgeschoss des Bürgerhauses und genießt die neue Wohlfühlatmosphäre. Wenn Stühle gerückt werden oder Kinder mit Bobbycars herumflitzen, tut es nicht mehr in den Ohren weh. Auch die Gäste können sich in Ruhe unterhalten. „Früher hat man sich ja fast anschreien müssen“, berichtet Walter. Weil es im Café, wie auch in den übrigen Räumen und Fluren, schier unerträglich gehallt hat.

Café-Mitarbeiterin Dagmar Walter freut sich ebenfalls über die neue Ruhe.

In den Sommerferien hat die Gemeinde Poing nachgerüstet und Akustikdecken einbauen lassen, die etwa 20 Zentimeter von der eigentlichen Decke abgehängt sind. Die Maßnahme, die in fast allen Räumen und Fluren durchgeführt wurde, kostet laut Gemeindeverwaltung etwa 165 000 Euro brutto (mit Nebenkosten).

Eine Investition, die dringend notwendig war. „Jetzt ist es viel angenehmer hier“, sagen zum Beispiel Mona Achenbach (29) und Sabrina Jendreysik (31). Die beiden Mütter sind mit ihren Kindern Stammgäste im Café und froh darüber, dass es dort nun viel gemütlicher ist.

Darüber dürften sich auch die Besucher der regelmäßigen Seniorennachmittage freuen, die vom Projekt MEGA (Mehr-Generationen-Aktiv, Kooperation Familienzentrum und AWO-Ortsverein) veranstaltet werden. AWO-Vorsitzender und SPD-Gemeinderat Peter Maier hatte in der Vergangenheit immer wieder berichtet, dass die Lautstärke auch für die älteren Besucher anstrengend gewesen sei.

Es scheint, als habe der von der Gemeinde beauftragte Architekt Peter Jakubicka von der Haindl + Kollegen GmbH aus München recht behalten, als er im Frühjahr dem Gemeinderat angekündigt hatte: „Durch die abgehängte Decke wird vor allem im Café-Bereich ein Gefühl der Behaglichkeit entstehen.“

Zum vollkommenen Glück fehlt allerdings noch etwas. Wie Dagmar Walter vom Familienzentrum berichtet, ist die Kinder-Toilette im Erdgeschoss seit etwa zwei Jahren defekt und deshalb geschlossen. Ein Unding, da damit auch kein richtiger Wickelraum zur Verfügung stehe. „Die Besucher müssen das Behinderten-WC benutzen.“

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte Bürgermeister Albert Hingerl per E-Mail mit: „Die Toilette ist gesperrt, weil im Bereich des Fensters ein Baumangel (Wassereintritt) vorliegt, der im Rahmen der Gewährleistung zu beheben ist. Im Einvernehmen zwischen Architekten, Baufirma und Gemeinde wurde zunächst ein Sachverständiger beauftragt, um die Ursache festzustellen. Die Gemeinde steht derzeit in Kontakt mit der betreffenden Firma, um die notwendigen Maßnahmen zur Behebung dieses Schadens auch in zeitlicher Hinsicht abzustimmen."

Armin Rösl

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