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Tolle Tolle: Bei einem der größten US-Cars-Treffen Europas hat „Al“ Feil den Frisurwettbewerb gewonnen. Zurück in Poing zeigt er den Pokal und seinen 1972er Mercury Marquis Brougham, mit dem er durch die Lande cruist (= mit Genuss Auto fahren). 

„Al“ Feil aus Poing

Der bayerische Rockabilly: Poinger gewinnt internationalen Haircontest

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Albert „Al“ Feil aus Poing fährt einen Mercury Marquis Brougham und ist Rockabilly mit Leib und Seele. Jetzt hat er einen besonderen internationalen Preis gewonnen.

Die Jury beim Rockabilly-Haircontest.

Poing Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die schönste Haartolle im ganzen Land? Der Albert Feil aus Poing, genannt „Al“ (amerikanisch ausgesprochen „Äl“)! Der 29-jährige Betriebswirt hat jetzt bei einem der größten US-Car-Treffen Europas den Frisurwettbewerb gewonnen. Beim „Summer Meet“ in Västeras in Schweden. Tausende Teilnehmer aus aller Welt waren da, rund 20 000 amerikanische Autos bzw. „Schlitten“ bzw. Oldtimer. Mittendrin der Poinger, der seit neun Jahren einen 1972er Mercury Marquis Brougham besitzt, damit vor allem am Wochenende durch die Gegend cruist (langsames Genussfahren) und ein großer Fan des Rockabilly ist.

Poing: Cruisen als Lebensgefühl

Das Lebensgefühl, die Musik: „Al“ Feil hat den Stil der 1950er-Jahre in sich aufgesaugt und lebt ihn. Auch werktags in der Arbeit, keine Show, alles echt. „Zuerst hab’ i mia des Auto zuaglegt, da Rest is vo selba kumma“, erzählt er in reinstem Bairisch. Die Liebe zu amerikanischen Autos hin oder her, er ist Bayer durch und durch, trägt ein weiß-blau-kariertes Tuch, das lässig vorne aus der Hosentasche hängt. „Al“ ist Vorsitzender des Reminiscents Car Club und fast jedes Wochenende bei US-Car-Treffen oder Partys. Von März bis Oktober, im Winter ruht sich sein Schatz in der Garage aus.

Ein Poinger in Schweden

Zum großen Amitreffen nach Schweden ist der Poinger nicht selbst gecruist. Er traf sich in Finnland mit einem Spezl, gemeinsam fuhren sie in dessen 1959er-Cadillac nach Schweden. „Des war a cooler Roadtrip“, erzählt „Al“, der sich vorgenommen hat, irgendwann selbst mit seinem Mercury nach Schweden zu fahren.

Haircontest mit Pin-up-Girls

Für den „Rockabilly-Haircontest“ hatte er bereits im Vorfeld seine Bewerbung inklusive Fotos abgegeben. Bei der Veranstaltung kam er ins Finale, als einziger Mitteleuropäer. Die Jury, bestehend aus Pin-up-Girls im 50er-Jahre-Stil, hat die Tolle des Poingers zur Championsfrisur gekürt. „Total verrückte und coole Sach’“, sagt „Al“, der mittlerweile zurück ist aus dem hohen Norden. Ach so: „A Viertelstund’ brauch i fia mei Frisur – Haarspray, Haargel, dazu Liebe und Leidenschaft“, nennt er schmunzelnd das Geheimnis seiner preisgekrönten Tolle.

Die tollste Tolle nicht nur von Poing

Mit der steht er derzeit in seiner Freizeit vor der Kamera: der Münchner Kult-Regisseur Klaus Lemke dreht einen Roadmovie über das Leben in den Münchner Vorstadtgegenden, Arbeitstitel des Films: „Ein Callgirl für Geister“. In einer der Hauptrollen: Albert „Al“ Feil, der im Film als „Al Riviera“ auftritt, weil: „Mei Geburtsname is jetzad ned direkt Glamour“, wie er lachend sagt.

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