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Die Termine im Überblick: Erstmals gibt es in Poing diesen Adventskalender. 

Zur Ruhe kommen

Hier ist der Advent kein Event

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Oasen der Ruhe sollen sie sein, die „Stationen zum Ankommen“: Der etwas andere Adventskalender in Poing. 

Poing Alle Jahre wieder ist die Rede von der ach so staden Zeit, die in Wirklichkeit oftmals gar keine mehr ist. Von wegen Besinnung und Ruhe – Weihnachtsmärkte und Kaufangebote in Massen haben aus dem Advent ein Event gemacht. Möglichkeiten, tatsächlich zur Ruhe zu kommen, will in diesem Jahr erstmals die Gemeinde Poing schaffen: „Stationen zum Ankommen“ heißt der Titel des völlig anderen Adventskalenders. Die Teilnahme ist kostenlos. Yoga, Meditation, Film, Singen, Texte, Andacht: Elf Möglichkeiten, tatsächlich das zu tun, wovon alle insbesondere im Advent reden: dem Alltag entfliehen. Das Programm organisiert und zusammengestellt hat Poings Kulturreferentin Birgitta Nagel in Zusammenarbeit mit der Poingerin Anja Orth, die schon bei den früheren „Adventskalender der Begegnungen“ mitverantwortlich war.

Poing: Zur Ruhe kommen

Jetzt gibt es stattdessen die „Stationen zum Ankommen“. Hier läuft seit dem 1. Dezember und bis Heiligabend im Max-Mannheimer-Bürgerhaus das Mitmach-Projekt „Engel auf dem Weg“. Wer möchte, schreibt seine Vorstellungen zur Frage „Was bedeutet Ankommen für Dich?“ auf einen Engel an der Pinnwand im Foyer. Am Freitag, 6. Dezember, bietet Sigrid Ajar Kaur Urban im Spiegelsaal des Bürgerhauses Achtsamkeitsübungen für Körper und Geist, Entspannung und Meditation an – um 18 und um 19 Uhr, jeweils für eine Stunde. Bitte Decke und Kissen mitbringen. An gleicher Stelle wird am Mittwoch, 11. Dezember, der Dokumentarfilm „Als Paul über das Meer kam“ gezeigt (18.30 bis 201.5 Uhr). Einen Tag später, am Donnerstag, 12. Dezember, lesen Sven Mößbauer und Thomas Steinbrunner, ebenfalls im Spiegelsaal des Bürgerhauses, Texte zum Ankommen, mit dem Titel: „Der Weg zu sich selbst“. Von 20 bis 21 Uhr.

Yoga, Singen, Texte hören

Am Sonntag, 15. Dezember, stehen im Spiegelsaal erneut Achtsamkeitsübungen und Meditation auf dem Programm, dieses Mal mit Evelyn Metzmacher; jeweils circa 50 Minuten, Beginn ist um 17, 18 und um 19 Uhr. Auch hier bitte Decke und Kissen mitbringen.

In der katholischen Pfarrkirche Seliger Rupert Mayer wird am Dienstag, 17. Dezember, eine Rorate-Frühmesse im Kerzenschein gefeiert – von 6 bis 6.45 Uhr. Anschließend gemeinsames Frühstück im benachbarten Pfarrheim. Die evangelische Pfarrgemeinde bietet am folgenden Tag, Mittwoch, 18. Dezember, eine besinnliche Adventsandacht am Abend an, von 19.30 bis 20 Uhr in der Christuskirche.

Holzkunst am Marktplatz

Dass man auch bei einer Tätigkeit zur Ruhe kommen und abschalten kann, wird am Donnerstag, 19. Dezember, Stefan Pillokat beweisen bei der gemeinsamen Holzkunst, die er von 16 bis 17 Uhr auf der Wiese beim Literaturhaus am Marktplatz anbietet. Ebenfalls selbst aktiv werden kann man am Freitag, 20. Dezember, bei „In die Stille singen“ in der Pfarrkirche Rupert Mayer. „Ein offenes Angebot für alle, die Lust haben, sich auf eine stimmliche und auch meditative Reise mit Tönen, Klängen und Rhythmen zu begeben“, heißt es in der Einladung. Unter der Leitung von Kirchenchorleiterin Martina Kneißl singen die Teilnehmer komponierte Lieder, werden aber auch „Melodien aus dem Nichts entstehen lassen“, kündigt sie an. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Den Abschluss der „Stationen zum Ankommen“ macht das Musik-Ensemble Funkenflug am Sonntag, 22. Dezember, von 16 bis 17 Uhr mit besinnlicher Adventsmusik und stillen Texten im Spiegelsaal des Bürgerhauses.

Alle Termine stehen auch im Internet unter www.poing.de.

Lesen Sie auch: Poinger Künstlerin macht Adventskalender für die Seele.

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