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Ist er nicht schön? Ein alter Lanz-Bulldog fand viele Bewunderer.

Frühschoppen für Gleichgesinnte in Angelbrechting

Oldtimer-Rekord bei Traumwetter

Bei dieser Veranstaltung gab es ein Wiedersehen mit „alten bekannten“.

Angelbrechting – Ein rot glänzender Fiat Spider war der erste „Gast“ beim Oldtimerfrühschoppen am Sonntag in Angelbrechting. Sein Besitzer brachte den Flitzer bereits am frühen Vormittag gegen 8 Uhr vorbei. Kein Wunder, denn der Fahrer gehörte zum Helferteam des örtlichen Feuerwehrvereins.

Obwohl als Veranstaltungsbeginn für das traditionelle Oldtimer-Treffen überall 10 Uhr angegeben war, bildete sich schon kurz nach 9 Uhr in der Dorfstraße eine lange Oldtimerschlange. Sie alle wurden auf das Gelände des Hans’n-Hofs abgeleitet und vom fachkundigen Personal an Besuchern vorbei in das weitläufige Areal rund um die Hühnerställe geleitet. „Es ist unglaublich, wie vielseitig heute Fahrzeuge vertreten sind“, hörte man immer wieder sagen.

Jedem Fahrer wurde ein Registrierzettel ausgehändigt, für den es später Gutscheine im Wert von zwei halben Bier oder eine Erinnerungsplakette gab. Auch Urkunden wurden auf Wunsch kostenlos ausgestellt.

Bereits kurz nach 10 Uhr schien die Vielzahl alter Gefährte kaum mehr überblickbar. „Ja, es sind rund 400 Exemplare da“, strahlte Simon Hermann in seiner Funktion als Vorsitzender des veranstaltenden Feuerwehrvereins Angelbrechting: „So viele waren es noch nie!“

Traktoren vom uralten Eicher über Lanz bis hin zu Deutz und Fendt, Pkw in allen Variationen von der Isetta über den Fiat 500 bis zu eleganten Mercedes, BMW und Ami-Karossen. Dann die unzähligen Zweiräder wie Moto Guzzi, jede Menge Zündapps oder BMWs, manche als Beiwagenausführung. Dazu Fahrräder und Mopeds, nicht zu übersehen in allen Kategorien so manche Sonderausführungen, die es längst nicht mehr gibt: Die Liste der ausgestellten Boliden war lang und vielfältig.

Die Veranstalter waren überaus gut vorbereitet, trotz langer Schlangen gab es bei Weißwürsten, Grillsachen, Steckerlfisch sowie Kaffee und unzähligen hausgemachten Kuchen kaum Engpässe. Gegen 13 Uhr bat Simon Hermann die Besucher schließlich um besondere Aufmerksamkeit. „Traditionell gibt es jetzt jeweils ein Fass Bier für das älteste Fahrzeug und den ältesten Bulldog“, verkündete er. Sieger bei den Fahrzeugen war mit Abstand ein Oakland Phaeton 5-Sitzer mit 39 PS und 3,5 Liter Hubraum. „Die Limousine gehört Hubert Hackl aus Parsdorf – und sie ist schon stolze 103 Jahre alt“, schwärmte Hermann.

Ein weiteres Fass Bier, gespendet von der Markt Schwabener Privatbrauerei Schweiger, ging an Georg Semmelmayer aus Forstern. Er war mit seinen „Eilbulldog“ der Marke Lanz angereist und hatte gut damit zu tun, das Gefährt biblischen Alters wieder startklar zu machen. Vorglühen, kurbeln – und hoffen, dass alles funktioniert: So hieß sein Motto. Der Lanz-Veteran, Baujahr 1939, hat immerhin knapp 80 Jahre im Getriebe und in den Gelenken – und das bei immerhin kräftigen 35 Pferdestärken unter der Motorhaube.  dul

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