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Glücklich und stolz: Die 16-jährige Stipendiatin Angelina mit ihren Eltern Stjepan und Marija Crnogorac und Klassenleiterin Lisa Meier (re.). Die Realschülerin wird in den nächsten Jahren vom Kultusministerium unterstützt.

Auszeichnung

Stipendiatin Angelina

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Poing - Als eine von 50 Schülern aus Bayern hat Angelina Crnogorac vom Kultusministerium ein Stipendium bekommen. Die 16-jährige Realschülerin aus Poing ist die einzige im Landkreis Ebersberg, die in das Programm "Talent im Land" aufgenommen worden ist.

Deutschland, Kroatien, Deutschland: Angelinas Eltern Stjepan und Marija Crnogorac sind in den vergangenen Jahren berufsbedingt mal hier, mal dort gewesen. Seit eineinhalb Jahren leben sie mit ihren vier Kindern (zwei in Deutschland, zwei in Kroatien geboren) in Poing. Seit einer Woche ist ihre 16-jährige Tochter Angelina Stipendiatin – das bayerische Kultusministerium hat sie aufgenommen in das Programm „Talent im Land“.

„Wir sind glücklich und stolz“, sagen die Eltern und ihre Tochter. Angelina hatte die 1. Klasse Grundschule in Nordrhein-Westfalen besucht, danach war sie in Kroatien in der Schule. Nun geht sie auf die Dominik-Brunner-Realschule in Poing, beendet heuer die 10. Klasse und absolviert die Mittlere Reife. Danach will sie an der FOS Erding das Fachabitur machen und Lehrerin werden. Dabei wird sie begleitet und unterstützt vom Kultusministerium, das heuer 50 Schülern aus Bayern (davon 20 aus Oberbayern) ins Programm aufgenommen hat. Vor Kurzem bekamen Angelina Crnogorac und die 49 weiteren Auserwählten das Stipendium bei einem Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche in München – überreicht von Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich.

Förderprogramm für Schüler, die besondere Herausforderungen zu meistern haben

Ziel des Programms ist es, „dass mehr junge Menschen, die aufgrund ihrer Biografie besondere Herausforderungen zu meistern haben, die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife erreichen“, informiert das Kultusministerium. Das Motto: „Bildung fördert Integration. Wir fördern Bildung.“ Eine Jury aus Vertretern aus Kultur, Hochschule und Wirtschaft wählt seit 2005 bis zu 50 neue Stipendiaten eines Jahrgangs aus. Zunächst richtete sich das Programm an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Seit 2014 steht „Talent im Land“ auch Schülerinnen und Schülern ohne Zuwanderungsgeschichte offen. Das Programm wird vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung durchgeführt.

Auf Vorschlag von Angelinas Klassenleiterin Lisa Meier hat Poings Realschuldirektor Matthias Wabner die 16-jährige Schülerin für „Talent im Land“ vorgeschlagen. Die Stipendiaten werden laut Kultusministerium auf ihrem individuellen Bildungsweg begleitet. Sie erhalten ein monatliches Bildungsstipendium und werden darüber hinaus persönlich betreut sowie mit einem umfassenden Bildungsangebot gefördert. Dieses beinhaltet Seminare, Studientage und Studienreisen. Das Programm zählt zurzeit 120 Stipendiaten.

Armin Rösl

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