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Zeit für Ehrungen: Ortsvorsitzender Peter Maier (2.v.li.) und AWO-Präsidentin Nicole Schley (3.v.re.) ehrten (v.li.) Helga Ruhl (seit Jahren 25 Mitglied beim Poinger AWO-Ortsverein), Kurt Fiedler (ebenfalls 25 Jahre dabei), Gründungsmitglied Hanna Olbrich sowie Bürgermeister Albert Hingerl (30 Jahre Mitgliedschaft).

50 Jahre AWO Poing

"Ein starkes Kraftwerk"

Auf den Tag genau am 15. Oktober hat der AWO-Ortsverein Poing seinen 50. Geburtstag gefeiert. Zum Jubiläum gab's viele Lobeshymnen.

„Die Arbeiterwohlfahrt ist ein starkes Kraftwerk hier am Ort, und Sie haben in 50 Jahren viele Spuren hinterlassen“: Mit diesen Worten lobte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) den Vorsitzenden des AWO-Ortsvereins Poing, Peter Maier, und die vielen Mitglieder, die sich am Samstag zum runden Jubiläum im Hotel Poinger Hof zur Feierstunde getroffen hatten – auf den Tag genau 50 Jahre nach der Gründung am 15. Oktober 1966.

Mit einem Schmunzeln hat der evangelische Pfarrer Michael Simonsen den Verein jünger gemacht, als er ist, indem er behauptete: „50 ist ja heutzutage die neue 30“. Er stimmte in den Chor der Laudatoren ein, die von der „enormen Leistung“ der AWO in Poing sprachen.

„Als Sie 1966 den Ortsverein gründeten, hießen Sie noch AW, und Mao trieb sein Unwesen in China“, rief Bürgermeister Albert Hingerl ins Gedächtnis und stellte an die Versammlung gerichtet fest, „dass Sie heute unser verlässlicher Partner für viele soziale Aufgaben sind“.

Als „unbezifferbar“ taxierte Doris Rauscher die Leistung der AWO für die Gesellschaft. Die Ebersbergerin, die als Landtagsabgeordnete dem Sozialausschuss stellvertretend vorsteht und als sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag agiert, betonte: „Die AWO tut für jede Generation etwas.“ Nicole Schley schließlich, Präsidentin des AWO-Bezirks Oberbayern, sieht ihre Organisation als „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Wie Ortsvorsitzender Peter Maier in einem kurzen Rückblick aufzeigte, begann vor 50 Jahren alles mit gerade einmal 23 Mitgliedern, heute sind es 132. In der Zwischenzeit habe die AWO in Poing viel geleistet: Neben den regelmäßigen Altpapiersammlungen, aus denen der Verein seine Haupteinnahmen schöpft, kümmert sie sich um die Betreuung von älteren Mitbürgern, betreibt zwei Kindergärten und einen Schülerhort und bietet in der AWO-Stube regelmäßig Programm für Senioren an.

Und dann gibt es noch das Projekt MEGA (Mehr-Generationen-Aktiv), in Kooperation mit dem Familienzentrum. „Bei mittlerweile fast 16 000 Einwohnern in unserer Gemeinde haben all diese Aufgabenfelder keinesfalls an Bedeutung verloren“, sagte Maier.

Der Vorsitzende gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Landkreis-Projekt „Fördern und helfen“ noch stärker ausgebaut werde, ganz nach dem Motto des Landrats: „Armut und Rückzug in die eigenen vier Wände gehören oft zusammen und machen Menschen einsam“. Edith Fuchs, die Leiterin des Offenen Hauses der AWO in Vaterstetten, stellte daraufhin kurz vor, wie ein solches Konzept funktionieren kann.

Bevor die Geburtstagsgesellschaft den Rat des katholischen Pfarrers Christoph Klingan beherzigte, „dass auch Feiern zu einem Verein gehört“, bekamen langjährige Mitglieder Ehrenurkunden: Gründungsmitglied Hanna Olbrich (91 Jahre) blickt auf 50 Jahre AWO Poing zurück, Bürgermeister Albert Hingerl auf 30 Jahre; für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Helga Ruhl und Kurt Fiedler ausgezeichnet.

Friedbert Holz

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