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Ehrenamtlich hegen und pflegen Mitglieder des Poinger Gartenbauvereins den römischen Bauerngarten am Töpferofen in Poing-Nord. Vorsitzender Josef Obermeier zeigt auf die Fläche, auf der unbekannte Vandalen gewütet haben.

Vandalismus

Unbekannte wüten im "Römergarten"

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Vandalen haben den Bauerngarten, der am kleinen Freilichtmuseum beim Töpferofen in Poings Bergfeldpark angelegt ist, teilweise verwüstet. Leidtragende sind hauptsächlich Schüler. 

Eigentlich wollte die Ganztagsklasse 4b der Anni-Pickert-Grundschule zum Schulstart ein Kartoffelfest feiern – mit jenen Knollen, die die Kinder vor Monaten eingepflanzt haben und jetzt ernten sollten. Die Kartoffeln aber sind nicht mehr da: Unbekannte haben sie ausgegraben und in ein Wasserfass geworfen, das am Bauerngarten steht. Als Mitglieder des Poinger Gartenbauvereins, der sich ehrenamtlich um den Garten kümmert, am 5. September mal wieder nach dem Rechten sahen, entdeckten sie das Malheur: Die Kartoffeln lagen im Wasser und waren schon verfault.

Die bislang unbekannten Vandalen richteten noch mehr an, berichtet Vereinsvorsitzender Josef Obermeier: „Tomaten wurden abgerissen, teilweise angebissen und dann im Garten- und Rasenbereich verstreut. Ein großer Kürbis wurde abgerissen, mehrmals eingestochen und eingeritzt liegen gelassen.“

Der Schau-Garten ist Teil der kleinen Freiluft-Ausstellung im Bergfeldpark, an der Straße „Am Römerbrunnen“. Dort hatten Archäologen vor über zehn Jahren Reste eines römischen Gutshofes entdeckt, unter anderem einen noch gut erhaltenen Töpferofen. Der ist ebenso Teil des Freilichtmuseums wie der Bauerngarten, der seit 2005 existiert und vom Gartenbauverein gehegt und gepflegt wird. Mit Schulprojekten wie dem Kartoffelanbau will der Verein Kindern die Landwirtschaft näher bringen.

„Dass reife Tomaten oder anderes Gemüse verschwinden, vermutlich für den eigenen Verzehr, ist nichts Ungewöhnliches“, sagt Vorsitzender Josef Obermeier. Schließlich sei der Schaugarten öffentlich. „Dass aber Gemüse beschädigt und achtlos rumgeworfen wird, das hat es bis jetzt noch nicht gegeben.“

Vor allem für die Schüler der 4b sei es schade, dass das Kartoffelbeet ein Ziel der Vandalen war. „Natürlich können wir den Kindern andere Kartoffeln zur Verfügung stellen, aber das ist halt nicht das gleiche, als hätten sie ihre selbst angebauten Kartoffeln geerntet und später gegessen“, sagt Obermeier.

Trotz dieses Vorfalls werde sich der Gartenbauverein weiterhin um den Bauerngarten nach altem römischen Vorbild kümmern, betont der Vorsitzende. In der Hoffnung, dass sich dieser Vandalismus nicht wiederholt, schließlich diene der Garten als Anschauungsmaterial.

Armin Rösl

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