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Am Landgericht München II wurden die Poinger Alt-Junkies verurteilt.

Das Urteil ist gefallen

Poinger „Drogen-Oldies“ müssen ins Gefängnis

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Das Poinger „Oldie“-Drogen-Duo Guido K. (49) und Ernst D. (53) muss für 2,3 Jahre bzw. 5,3 Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht sprach die beiden Männer schuldig.

Poing/München– Für den älteren Angeklagten ordnete die Strafkammer auf Rat eines Gutachters die Unterbringung in der Entziehungsanstalt an. Der 53-Jährige war immer wieder rückfällig geworden, wenn es berufliche Probleme gab. Strafverschärfend wirkte sich bei Ernst D. aus, dass er in seinem Tresor daheim in Markt Schwaben, eine Druckluftpistole samt einem Magazin mit Eisenkugeln aufbewahrt hatte sowie Feinwaagen und Streckmitteln – allesamt zum bewaffneten Drogenverkauf gedacht.

Waffe im Tresor

Auch wenn der 53-Jährige, genannt Ernesto, beteuert hatte, dass die Waffe niemals zum Absichern eines Heroin-Geschäfts gedacht war, so befand sie sich dennoch direkt neben des Utensilien für besagte Geschäfte. Die 13 500 Euro Bargeld, die ebenfalls im Tresor lagerten, stammten aber nachweislich nicht aus vorangegangenen Drogengeschäften, sondern gehörten der Frau des Angeklagten. Deshalb wurde diese Summe auch nicht wie sonst üblich vom Staat eingezogen.

Rasches Geständnis

Die Männer hatten vor dem Landgericht München II rasch ein Geständnis abgelegt – was blieb ihnen angesichts ihrer Entdeckung auch anderes übrig. Die Polizei hatte an einem Apriltag 2018 zufällig einen anderen bekannten Konsumenten kontrolliert und ihn observiert. Er führte sie direkt zur Poinger Wohnung.

Polizeibeamte verletzt

Als der ältere Angeklagte mit Heroin aus der Wohnung kam, versuchten sie den 53-Jährigen zu kontrollieren. Er versuchte, zu flüchten und startete mit seinem Auto durch. Dennoch gelang es den Beamten, ihn nach wilden Rangier-Manövern zu stoppen, sie erlitten bei dem Einsatz allerdings schmerzhafte Prellungen, weil Ernst D. sie zum Teil aus Panik, entdeckt zu werden, mitschleifte.

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