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Die neue katholische Kirche in Poing ist jetzt mit einem Architekturpreis ausgezeichnet worden.

Poinger Kirche ausgezeichnet

„Sprungschanze Gottes“ erhält bedeutenden Architekturpreis

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Das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer in Poing  ist mit dem Architekturpreis „Große Nike“ des Bunds Deutscher Architekten (BDA) ausgezeichnet worden.

Poing - Das neu errichtete Ensemble zeige „auf beispielhafte Weise“, wie „mit den Mitteln der Architektur eine Art Überzeitlichkeit erzeugt werden kann“, so die Jury einer Mitteilung der Erzbischöflichen Pressestelle zufolge. Bereits im Februar hatte das Zentrum den Preis des BDA-Landesverbands Bayern in der Kategorie „Besondere Bauten“ erhalten und war damit für den bundesweiten Preis nominiert gewesen, der alle drei Jahre verliehen wird.

Durch seine expressive Dachkonstruktion sorge der vom Münchner Architekturbüro Meck entworfene Bau der im Volksmund „Sprungschanze Gottes“ genannt wird, „weithin sichtbar für räumliche Präsenz“. Der „einladend gestaltete, klar lesbare Kirchplatz“ definiere einen „starken öffentlichen Raum als neue Mitte der Gemeinde“, erklärte die Jury weiter. Die skulpturale Dachform, bekleidet mit insgesamt 15.000 weißen Keramikkacheln, sorge „nach innen für eine differenzierte, liturgisch sinnfällig organisierte Raumwirkung“.

Magischer Raum

Wer die Kirche mit den rund 350 Sitzplätzen betrete, werde von einem „magisch wirksamen, aber auch klar konfigurierten Raum umfangen“, der zugleich an die „barocke Feier des Lichts in den Kirchen der Vergangenheit“ erinnere und als „selbstbewusste Zeitgenossenschaft einer Kirche gelesen werden kann, die der Gegenwart dient und sich der Zukunft öffnet“.

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Das Kirchenzentrum besteht aus der im vergangenen Juni geweihten Kirche, einem Kindergarten und einem Pfarrheim. In unmittelbarer Nähe zum Bürgerhaus und zur evangelischen Kirche gelegen, ist das Zentrum auch ein wichtiger Bestandteil des neuen Ortszentrums von Poing.

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Der Hauptabteilungsleiter Kunst im Erzbischöflichen Ordinariat, Norbert Jocher, sagte, der Mensch sehne sich nach einem Ort, in der „Himmel und Erde, Gott und Mensch sich berühren“. Einen solchen Ort zu schaffen sei den Architekten in „beeindruckender, neuer, teilweise spektakulärer, aber vor allem auch stiller und meditativer Weise gelungen“.

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