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21 Gräber sind im Poinger Bestattungsgarten aktuell belegt.

Friedhof

Beliebter Bestattungsgarten

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Die Nachfrage nach Urnengräbern im Poinger Bestattungsgarten ist groß. Erst vor eineinhalb Jahren eröffnet, sind schon zahlreiche Plätze belegt. 

Poing – Der Bestattungsgarten der Gemeinde Poing ist beliebt. Von den 281 Grabstätten, die zur Verfügung stehen, sind laut Verwaltung aktuell 21 belegt. Der naturnahe Bestattungsgarten wurde im Mai 2018 eröffnet, die Nachfrage sei groß, berichtet Bürgermeister Albert Hingerl. Die Grabfelder auf der Wiese an der Ecke Endbachweg/Am Hanselbrunn sind ein Meter lang und ein Meter breit, gekennzeichnet sind sie lediglich mit Steinen und, auf Wunsch, mit Nummern markiert. Ohne Namen. Im Eingangsbereich befindet sich eine Gedenkliste, auf der, wenn gewollt, der Name des/der Verstorbenen angebracht werden kann.

Der Bestattungsgarten gehört zum Gemeindefriedhof, der sich unmittelbar gegenüber befindet. Dort gibt es aktuell 524 Einzelgräber, 252 Doppelgräber, 184 Urnengräber und 260 Urnennischen. Aufgrund des Wachstums der Gemeinde Poing wird der Friedhof mittelfristig nach Norden hin erweitert.

Für alle Gräber gilt die Friedhofssatzung der Gemeinde Poing mit den entsprechenden Gebühren. Für einen Benutzungszeitraum von zwölf Jahren kostet ein Urnengrab im Bestattungsgarten 700 Euro, genau so viel wie ein Urnenerdgrab auf dem herkömmlichen Friedhof. Dort kostet ein Einzelerdgrab 670 Euro, ein Doppelgrab 1020 Euro. Für die Beisetzung einer Urne in der südlichen Urnenwand beträgt die Gebühr 575 Euro, für die nördliche Wand 700 Euro.

Im Eingangsbereich gibt es kleine Gedenkstätte.

Die großen Unterschiede zwischen normalem Friedhof und Bestattungsgarten: Bei Letzterem ist keine Grabpflege notwendig. Außerdem ist nach zwölf Jahren keine Verlängerung möglich, weil die Gemeinde bzw. der Gemeinderat vorgegeben hat, dass ausschließlich kompostier- und verrottbare Urnen verwendet werden dürfen.

Der Gemeinderat hat sich erstmals im Jahr 2013 mit dem Thema Bestattungsgarten befasst und hierfür das gut 1000 Quadratmeter große Grundstück, auf dem früher ein Wochenendhäuschen stand, auserkoren. 2017 erfolgte der endgültige Beschluss zur Umsetzung. Grund für die Entscheidung war, dass laut Verwaltung die Nachfrage nach anonymen Urnengräbern statt konventioneller Gräber immer größer geworden war. Um auch hierfür einen entsprechenden Platz zu bieten, hat die Gemeinde das private Grundstück gekauft und dort 2018 den naturnahen Bestattungsgarten angelegt. Dabei gab es allerdings ein Problem. 

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